Riff Lab: RED HOT CHILI PEPPERS „Can’t Stop“ (Noten + Tabs)

Der Song ‚Can’t Stop‘ erschien 2002 auf ‚By the Way‘, dem achten Studioalbum der Red Hot Chili Peppers, und wurde Anfang 2003 als Single ausgekoppelt. Auf weiten Teilen des von Rick Rubin produzierten Albums hatten Melodien, mehrstimmige Gesänge und aufwendig geschichtete Arrangements den Funk früherer Jahre etwas zurückgedrängt. ‚Can’t Stop‘ führt dagegen ziemlich direkt zu den rhythmischen Wurzeln der Band zurück – obschon der Song deutlich aufgeräumter klingt als das ungestüme Material der Achtziger.

Das Stück lebt vom Zusammenspiel der vier Musiker. Chad Smith hält den Beat schnörkellos in Bewegung, Flea setzt eine ebenso melodische wie robuste Basslinie dagegen und Anthony Kiedis legt seinen Gesang eng auf den Groove. Frusciantes Stratocaster-Gitarre besetzt dabei erstaunlich wenig harmonischen Raum. Sie liefert weder breite Akkorde noch ein dichtes Funk-Geschrammel, sondern eine einzelne Linie, die zugleich einen Teil der Rhythmusarbeit übernimmt.

Frusciante erklärte später, dass er den Rhythmuspart bei den Aufnahmen direkt mit Chad Smith einspielte und seine Spuren nur selten nachträglich korrigierte oder ausbesserte. Das hört man. ‚Can’t Stop‘ wirkt nicht wie am Raster zusammengesetzt, sondern wie eine gemeinsame Bewegung von Gitarre und Schlagzeug – präzise, aber keineswegs steril.


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Hal Leonard Red Hot Chili Peppers: By The Way

Das Riff

‚Can’t Stop‘ steht in Standardstimmung und bewegt sich in E-Moll. Dem viertaktigen Hauptriff liegt die Akkordfolge Em – D – Bm – C zugrunde. Frusciante verwendet die Grundtöne diese Akkorde und die Töne d und e in der höheren Oktave. Der Knackpunkt ist dabei die Dämpftechnik. Frusciante schlägt nicht gezielt nur die Saite des jeweiligen Melodietons an, sondern fährt mit dem Plektrum breit über mehrere oder sogar alle Saiten. Die Greifhand sorgt gleichzeitig dafür, dass ausschließlich der gewünschte Ton sauber hervortritt. Die übrigen Saiten liefern kurze, trockene Geräusche. Häufig berührt die Spitze des greifenden Fingers die tiefere Nachbarsaite, während seine flach aufgelegte Unterseite die höheren Saiten stilllegt. Der Daumen kann zusätzlich die tiefe E-Saite kontrollieren.

Übe zunächst ausschließlich die Anschlagshand. Lege die Greifhand locker über die Saiten und spiele durchgehende Sechzehntel mit Wechselanschlag. Erst wenn dieser stumme Groove stabil läuft, fügst du die gegriffenen Töne einzeln hinzu. Bei einem kräftigen Schlag über alle Saiten darf jeweils nur ein klarer Ton zu hören sein, umgeben von einem kurzen perkussiven Klick. Für den Sound genügen ein klarer Steg-Pickup und ein weitgehend cleaner Amp. Halte den Bassbereich schlank und verwende wenig Verzerrung. Wichtiger als ein bestimmtes Pedal ist ein entschlossener Anschlag. Zum Riff wird die Tonfolge erst, wenn die Anschlagshand unbeirrt durchläuft und die Greifhand jeden Ton aus einem Kranz stummer Saiten herausschält. Dann wird die Gitarre zum Teil des Schlagzeugs.


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Fender Stratocaster

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