„Punkrock with a Motown vibe“! Das ist mal eine passende Selbsteinschätzung einer Band, deren Gründungsmitglieder mit Motown aufwuchsen und zu einer der wichtigsten Kapellen der Punkrock-Historie wurden. Die Gründung der Buzzcocks jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal. Und was damals nach einem Konzertbesuch bei den Sex Pistols begann, mündet nun mit „Attitude Adjustment“ im 12. Studioalbum der Band. Gegründet in Bolton/Manchester prägten sie Ende der 1970er-Jahre mit Singles wie Ever Fallen in Love (With Someone You Shouldn’t’ve) und frühen Alben wie Another Music in a Different Kitchen und Love Bites maßgeblich die Verbindung von rohem Punk und poppigen Melodien.

Pop-Punk-Rock’n’Roll
„Heutzutage gibt es kaum noch intelligentes oder emotionales Denken in der Musik“, stellte Steve Diggle, der seit dem Tod von Sänger Pete Shelley im Jahr 2018 die Rolle des Frontmanns übernommen hat, letztes Jahr noch fest. „Die Menschen werden kontrolliert. Sie sehen sich ein Video von jemandem an, der auf einer Bananenschale ausrutscht, und denken wirklich, sie werden unterhalten. Die Schönheit von Worten geht an ihnen vorbei, sowie die Macht der Musik. Ich wünsche mir, dass die jungen Menschen, die zu unseren Konzerten kommen, dieselbe aufgeregte Freude empfinden, die wir in unserer Zeit bei Little Richard und Chuck Berry empfunden haben. Hier schließt sich der Kreis zum Punk. Es ging um Haltung und Denkweise. Wir hatten Fragen, aber wir hatten die Antworten nicht. Aber die Fragen sind das Wichtige.“
Und so merkt man den 14 neuen Songs von „Attitude Adjustment“ an, dass sie nicht (nur) von milde gewordenen Alt-Punks geschrieben wurden, sondern mit der gleichen Begeisterung erdacht, gespielt und aufgenommen wurden, die sie auch entfachen wollen: Kerniger Punk-Sound mit viel klassischen Rock’n’Roll-Anleihen, überraschenden Elementen, dramatischen Hooks und einer großen melodischen Spannweite. Aber auch der eingangs erwähnte Motown Vibe ist nicht von der Hand zu weisen, und Melodieführungen wie in der Vorab-Single Poetic Machine Gun oder dem Opener Queen Of The Scene stehen mit mehr als nur einem Bein im Pop. Ab dem 17. Februar ist das Quartett in Deutschland auf Tour!
Tracklist
01. Queen Of The Scene
02. Games
03. Seeing Daylight
04. Poetic Machine Gun
05. Tear Of A Golden Girl
06. Heavy Streets
07. One Of The Universe (Part One)
08. All Gone To War
09. One Of The Universe (Part Two)
10. Jesus At The Wheel
11. Just A Dream I Followed
12. Feeling Uptight
13. Break That Ball And Chain
14. The Greatest Of Them All
Album-VÖ: 30.01.2026
Label: Cherry Red Records (Edel)
www.buzzcocks.com
