Platte der Woche: JOE BONAMASSA „B.B. King’s Blues Summit 100“

Joe_Bonamassa_-_B_B_King_s_Blues_Summit_100__Celebrating_The_King_Of_The_Blues

Mit B.B. King’s Blues Summit 100 legt Joe Bonamassa ein außergewöhnliches Tribute-Album vor, das zum hundertsten Geburtstag der Blues-Legende B.B. King (1925 bis 2015) erscheint. Das Projekt, das von Bonamassa gemeinsam mit dem mehrfach Grammy-nominierten Produzenten Josh Smith produziert wurde, ist als umfangreiche Hommage angelegt und umfasst insgesamt 32 Tracks mit Beiträgen zahlreicher Stars aus Blues, Rock, Soul und darüber hinaus. Es wird am 6. Februar 2026 digital, als Doppel-CD und dreifach Vinyl erscheinen und bereits seit 2025 in monatlichen Veröffentlichungen sukzessive vorgestellt.

Die Auswahl der Mitwirkenden liest sich wie ein Who’s-Who der zeitgenössischen Musikszene. So tragen zum Beispiel Marcus King, Michael McDonald, Susan Tedeschi, Derek Trucks, Buddy Guy, Keb’ Mo’, Slash, Larkin Poe, Warren Haynes, George Benson, Eric Clapton, Kenny Wayne Shepherd und viele andere ihre Interpretationen von Klassikern aus Kings Repertoire bei. Bonamassa selbst, der bereits im Alter von zwölf Jahren für B.B. King eröffnete und von ihm direkt beeinflusst wurde, sieht in diesem Projekt nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine kulturelle Verpflichtung, das Erbe des King of Blues lebendig zu halten. Für ihn ist es eine Herzensangelegenheit:

„Nur sehr wenige Menschen in der Musik definieren das Genre, in dem sie aufblühen, und B.B. King ist einer von ihnen. Als B.B. lebte und aktiv war, war er der Blues – er war die Sonne, um die sich alle Planeten drehten. Nur wenige Künstler sind der wahre Norden, der das Genre, in dem sie wirkten, ausrichtet, aber er war dieser leuchtende Stern.“

B.B. King & Joe Bonamassa Ende der 1980er Jahre. (Foto: Debra Bonamassa)
B.B. King & Joe Bonamassa Ende der 1980er Jahre. (Foto: Debra Bonamassa)

Den Blues am Leben halten

Musikalisch verbindet das Album Respekt vor dem Original mit dem individuellen Ausdruck jedes Gastes. Neben bekannten Stücken wie „The Thrill Is Gone“ oder „Sweet Little Angel“ finden sich also auch überraschende Duette und genreübergreifende Neuinterpretationen. Mit dieser umfangreichen Sammlung nimmt B.B. King’s Blues Summit 100 die Rolle eines musikalischen Panorama ein: Es möchte den unverkennbaren Einfluss Kings auf Generationen von Musiker:innen würdigen und zugleich eine Brücke zu neuen Zuhörerschichten schlagen. Bonamassa:

„B.B.s einziger Wunsch war: ‚Tut, was ihr könnt, um den Blues am Leben zu halten.‘ Nun, hoffentlich verpasst dieses Album seinem Vermächtnis – und dem Vermächtnis des Blues – eine B12-Spritze.“

Tracklist

Disc 1:

01. Paying The Cost To Be The Boss – Christone “Kingfish” Ingram
02. Don’t Answer The Door – Marcus King
03. To Know You Is To Love You – Michael McDonald, Susan Tedeschi & Derek Trucks
04. Let The Good Times Roll – Kenny Wayne Shepherd & Noah Hunt
05. Sweet Little Angel – Buddy Guy
06. When It All Comes Down (I’ll Still Be Around) – Larry McCray
07. When Love Comes To Town – Slash, Shemekia Copeland & Myles Kennedy
08. The Thrill Is Gone – Chaka Khan & Eric Clapton
09. Watch Yourself – Jimmie Vaughan
10. Why I Sing The Blues – Bobby Rush
11. Sweet Sixteen – Jimmy Hall & Larry Carlton
12. Don’t You Want A Man Like Me – Larkin Poe
13. I’ll Survive – Keb’ Mo’
14. Heartbreaker – Trombone Shorty & Eric Gales
15. There Must Be A Better World Somewhere – George Benson
16. Chains And Things – Gary Clark Jr.

Disc 2:

01. How Blue Can You Get – Warren Haynes
02.. You Upset Me Baby – Chris Cain
03. Ghetto Woman – Ivan Neville
04. Night Life – Paul Rodgers
05. Ain’t Nobody Home – Jade MacRae & Robben Ford
06. Bad Case Of Love – Joanne Shaw Taylor
07. Never Make A Move Too Soon – Dion
08. Three O’Clock Blues – Marc Broussard
09. Think It Over – Train & Chris Buck
10. It’s My Own Fault – Kim Wilson
11. Every Day I Have The Blues – D.K. Harrell
12. Please Accept My Love – John Nemeth
13. So Excited – Aloe Blacc
14. When My Heart Beats Like A Hammer – Dannielle De Andrea
15. Playin’ With My Friends
16. Better Not Look Down – Kirk Fletcher

Album-VÖ: 06.02.2026
Label: KTBA Records
www.jbonamassa.com

Auch interessant:

Platte der Woche: JOE BONAMASSA „B.B. King’s Blues Summit 100“

Mit B.B. King’s Blues Summit 100 legt Joe Bonamassa ein außergewöhnliches Tribute-Album vor, das zum [...]

> WEITERLESEN
„Kein Fan von Anarchie“: PAUL GILBERT im Interview

Mit Paul Gilbert verbindet man seit Jahrzehnten vor allem drei Dinge: Virtuosität, Humor und eine [...]

> WEITERLESEN
… macht Sachen: Nuno Bettencourt startet eigene Gitarrenmarke

Seit Jahren verbindet man den Extreme-Gitarristen Nuno Bettencourt mit Washburn-Gitarren. Nun hat der gebürtige Portugiese mit [...]

> WEITERLESEN
Platte der Woche: BUZZCOCKS „Attitude Adjustment“

„Punkrock with a Motown vibe“! Das ist mal eine passende Selbsteinschätzung einer Band, deren Gründungsmitglieder [...]

> WEITERLESEN
„Dem Herrn mehr vertrauen“: NEAL MORSE im Interview

Seit über einem Jahrzehnt gilt die Neal Morse Band als eine feste Größe im Progressive [...]

> WEITERLESEN
Die neue Gitarre & Bass 02/2026 ist da!

Von Garage-Punk bis Jazzinstitut, von Hardrock-History bis zum EVH-Amp der Zukunft: Die Februar-Ausgabe von Gitarre [...]

> WEITERLESEN
Platte der Woche: MEGADETH „Megadeth“

„Das Grundtempo dieses Albums ist sehr schnell. […] Ich will einfach reinkommen und komplett zerstören. [...]

> WEITERLESEN
Sound Decoded: Trey Anastasio von Phish

Man kann einen Beitrag über Trey Anastasio und seine Band eigentlich nicht mit einem anderen [...]

> WEITERLESEN
„Alles analog“: DANNY BRYANT und MARC RANER im Interview

Mit „Nothing Left Behind“ schlägt Danny Bryant ein neues Kapitel auf – und zwar das [...]

> WEITERLESEN

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert