Mitten im Sommerloch schwappt ein spannendes neues Pedal auf den Markt, das mit einem etwas anderen Multieffekt-Konzept daherkommt, als man es von anderen softwarebasierten Multieffekten kennt. Das neue META FX vom chinesischen Hersteller MOOER setzt dabei auf separate Effekt-Firmwares, die sich je nach Bedarf auf das Pedal aufspielen lassen. Anders als beim TC Electronic Plethora X1 Neo oder dem Boss Plugout PX-1 werden dabei jedoch keine einzelnen Effekte geladen, sondern komplette Reverb-, Delay- oder Modulations-Firmwares, die jeweils eine umfangreiche Auswahl an Algorithmen und Presets bieten.
Wie das im Detail funktioniert, schauen wir uns im Folgenden gemeinsam an!
MOOER META FX: Ein Pedal mit vielen Persönlichkeiten

Zum Start stehen drei Firmware-Pakete für Reverb, Delay und Modulation zur Verfügung. Die Reverb-Firmware umfasst insgesamt 14 Hallalgorithmen – von klassischen Room-, Hall- und Spring-Reverbs bis hin zu Ambient-Effekten wie Shimmer, Dream oder Warp.
Die Delay-Firmware kombiniert klassische Digital-, Analog- und Tape-Delays mit experimentelleren Varianten wie Crystal, Rainbow oder Low-Bit. Ergänzt wird das Angebot durch eine Modulations-Firmware, die unter anderem Chorus, Phaser, Flanger, Rotary, Vibrato sowie weitere Modulations- und Pitch-Effekte bereitstellt.
Neben den Effekten selbst verfügt das META FX über zahlreiche Live-Features. Dazu gehören Tap Tempo, Infinite Sustain, Trail- und Kill-Dry-Modi sowie mehr als 100 Speicherplätze für eigene Presets. Ein rundes Farb-Touchdisplay mit RGB-Beleuchtung dient zur Navigation und Parameterbearbeitung, während vier Regler einen schnellen Zugriff auf wichtige Einstellungen ermöglichen. Dank Stereo-Ein- und Ausgängen, USB-C-Anschluss, Kopfhörerausgang sowie der MOOER Studio Software richtet sich das Pedal gleichermaßen an Gitarristen, Synthesizer-Spieler und Produzenten.
Besonders interessant ist das offene Plattformkonzept. Laut MOOER sollen künftig weitere Firmware-Pakete mit neuen „X Algorithms“ erscheinen. Damit entwickelt sich das META FX über klassische Firmware-Updates hinaus kontinuierlich weiter und könnte langfristig um zusätzliche Effektwelten ergänzt werden.

Neues Konzept? Nicht ganz!
Das Konzept austauschbarer Effekt-Firmwares ist dabei nicht völlig neu. Wie bereits erwähnt verfolgt TC Electronic mit dem Plethora X1 Neo einen ähnlichen Ansatz, bei dem sich unterschiedliche TonePrint-Effekte auf das Pedal übertragen lassen. Auch beim Boss Plugout PX-1 lassen sich über die Roland Cloud (Abo-Modell) zusätzliche Effektalgorithmen auf das Pedal laden.
MOOER geht mit dem META FX jedoch einen eigenen Weg: Statt einzelne Effektmodelle nachzuladen, tauscht der Nutzer komplette Effektwelten wie Reverb, Delay oder Modulation aus. Gleichzeitig kündigt der Hersteller bereits weitere Firmware-Pakete mit neuen „X Algorithms“ an, wodurch die Plattform künftig kontinuierlich wachsen soll.


Features im Überblick:


- Stereo-Multieffektpedal mit austauschbarer Firmware-Plattform
- Reverb-, Delay- und Modulations-Firmware verfügbar
- 14 Reverb-Effekte: Room, Hall, Church, Cave, Plate, Spring, Studio, Aethertide, Shimmer, Dream, Warp, Crush u. a.
- 14 Delay-Effekte: Digital, Analog, Tape, Dynamic, Galaxy, Ping Pong, Crystal, Rainbow, Low-Bit, Fuzzy u. a.
- 15 Modulationseffekte: Chorus, Phaser, Flanger, Vibrato, Tremolo, Rotary, 60Vibe, Harmony, SlowEngine, LofiMachine u. a.
- Über 40 Stereo-Algorithmen insgesamt
- Mehr als 100 User-Presets
- Farb-Touchdisplay mit RGB-Halo-Anzeige
- Vier Direktregler zur Parametersteuerung
- Dual-Fußschalter mit Tap Tempo und Infinite Sustain
- Kill Dry- und Trail-Funktion
- Stereo-Ein- und Ausgänge (6,35 mm TRS)
- 3,5-mm-Kopfhörerausgang mit separatem Lautstärkeregler
- USB-C für Firmware-Updates und Preset-Management
- MOOER Studio Software für Windows und macOS
- Backup- und Restore-Funktion für Presets



