Mit den beiden neuen Telecaster-Modellen Ghost und Phantom erweitert Fender das Signature-Line-up von John 5 um zwei neue Modelle, die den klassischen Grundentwurf der Tele deutlich in Richtung moderner Hard-Rock-Gitarre verschieben. Der langjährige Telecaster-Fan, der im Laufe seiner Karriere unter anderem mit David Lee Roth und Rob Zombie arbeitete und heute bei Mötley Crüe spielt, setzt bei beiden Instrumenten auf eine reduzierte Elektronik, leistungsstarke Humbucker und eine monochrome Optik.
Dabei verfolgen die Ghost Telecaster in Arctic White und die Phantom Telecaster in Black trotz vieler Gemeinsamkeiten zwei unterschiedliche Ansätze. John 5 selbst spielt entsprechende Ghost- und Phantom-Instrumente bereits seit einiger Zeit; die Ghost bezeichnete er zuletzt sogar als seine bevorzugte Gitarre, während die schwarze Phantom mit Floyd-Rose-Tremolo insbesondere bei Mötley Crüe zum Einsatz kommt.
Ghost Telecaster: Arctic White und Hardtail Bridge
Die John 5 Ghost Telecaster fällt zunächst durch ihr vollständig in Arctic White gehaltenes Erscheinungsbild auf, welches durch zahlreiche rote Highlights ergänzt wird. Neben dem Korpus erhält auch die Kopfplattenfront das weiße Finish, wodurch wir einen schicken Matching Headstock bekommen. Der Ahornhals besitzt ein klassisches C-Profil und wird mit einem ebenfalls aus Ahorn gefertigten Griffbrett mit 9,5″-Radius kombiniert.

Sowohl am Hals als auch am Steg sitzen DiMarzio D’Activator Humbucker, die für hohe Ausgangsleistung, eine straffe Basswiedergabe und eine klare Ansprache bei verzerrten Sounds ausgelegt sind. Auf einen Tone-Regler verzichtet John 5 bewusst: Ein einzelner Volume-Regler und ein Killswitch bilden die komplette Bedienoberfläche.
Auch bei der Saitenaufhängung bleibt die Ghost geradlinig. Fender stattet das Modell mit einer festen Hardtail Bridge aus. Eine Signature Neck Plate komplettiert zudem die Ausstattung.

Phantom Telecaster: schwarzes Gegenstück mit Floyd Rose FRTS2000 Double Locking 2-Point Tremolo
Die John 5 Phantom Telecaster verfolgt optisch das entgegengesetzte Konzept. Korpus und Kopfplattenfront erscheinen in Schwarz, während auch die übrige Gestaltung entsprechend dunkel gehalten ist. Dass die Phantom für John 5 inzwischen mehr als nur ein neues Signature-Modell ist, zeigt sich auch auf der Bühne: Der Gitarrist bezeichnete eine entsprechende Custom-Ausführung 2026 als seine wichtigste Gitarre für Mötley Crüe.


Gegenüber der Ghost unterscheidet sich die Phantom jedoch nicht nur durch die Farbe. Der C-förmige Ahornhals trägt hier ein dunkles Lorbeer-Griffbrett mit 12″-Radius. Die Pickup-Bestückung bleibt mit zwei DiMarzio D’Activator Humbuckern identisch, ebenso das auf einen einzelnen Volume-Regler und Killswitch reduzierte Bedienkonzept.
Den größten funktionalen Unterschied bildet das Floyd Rose FRTS2000 Special Series Tremolo. Damit ist die Phantom besonders interessant für alle, die neben High-Gain-Riffs auch ausgeprägte Tremolo-Effekte und Dive Bombs einsetzen möchten. John 5 hatte die Entwicklung einer schwarzen Phantom Telecaster bereits vor einiger Zeit öffentlich angekündigt und das Instrument anschließend auch live eingesetzt.



DiMarzio D’Activator und bewusst reduzierte Elektronik
Bei beiden Modellen steht eine möglichst direkte Bedienung im Mittelpunkt. Statt des traditionellen Telecaster-Layouts mit Singlecoils, Pickup-Schalter und Tone-Regler kommen jeweils zwei DiMarzio D’Activator Humbucker, ein Volume-Regler und ein Killswitch zum Einsatz. Damit sind Ghost und Phantom klar auf John 5s Spielweise zugeschnitten, bei der schnelle Wechsel zwischen Rhythmus- und Lead-Passagen sowie abrupte Staccato-Effekte eine wichtige Rolle spielen.


Gleichzeitig bleibt die Telecaster als Ausgangspunkt deutlich erkennbar. Das passt zu John 5s langjähriger Verbindung mit dem Modell: Der Gitarrist besitzt eine umfangreiche Telecaster-Sammlung und bezeichnet die Bauform seit Jahren als sein bevorzugtes Gitarrenkonzept. Seine bisherigen Fender-Signature-Modelle haben die traditionelle Konstruktion dabei bereits mehrfach mit Humbuckern und anderen für härtere Musik ausgelegten Ausstattungsmerkmalen kombiniert.
Ghost oder Phantom?
Trotz ihres gemeinsamen Grundkonzepts setzen die beiden neuen John-5-Modelle unterschiedliche Schwerpunkte. Die Ghost Telecaster Arctic White kombiniert Ahornhals und Ahorn-Griffbrett mit einem 9,5″-Radius und einer festen Hardtail Bridge und bildet damit die geradlinigere Variante ohne viel Schnickschnack. Die Phantom Telecaster Black bietet dagegen ein Lorbeer-Griffbrett mit flacherem 12″-Radius sowie das Floyd-Rose-Tremolo.
Gemeinsam sind beiden Gitarren die DiMarzio D’Activator Pickups, das minimalistische Volume/Killswitch-Layout und eine Gestaltung, die kaum mit einer traditionellen Telecaster verwechselt werden dürfte. Damit führen Ghost und Phantom John 5s langjährige Idee konsequent weiter: die Telecaster als vertraute Grundlage zu verwenden und sie technisch wie optisch an die Anforderungen moderner Hard-Rock- und Metal-Gitarristen anzupassen.















