Warm Audio erweitert sein Effektpedal-Portfolio um drei neue Modelle: Mit dem Centavo Mod und dem WA-C1 Chorus Vibrato Mod erscheinen zwei kompaktere Neuinterpretationen bereits bekannter Pedale, während das Peach Fuzz in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Rockband The Black Keys entstanden ist. Alle drei Neuheiten orientieren sich an legendären Effektschaltungen vergangener Jahrzehnte und ergänzen deren charakteristische Sounds um praktische Funktionen für moderne Pedalboards.
Warm Audio Peach Fuzz: Octave-Fuzz in Zusammenarbeit mit The Black Keys

Mit dem Warm Audio Peach Fuzz präsentieren Warm Audio und The Black Keys eine gemeinsame Interpretation eines klassischen Octave-Fuzz-Pedals aus den 1970er-Jahren. Als Vorbild dient das legendäre Foxy Fuzz, das für seine kräftige Verzerrung und den typischen Octave-Up-Effekt bekannt ist. Passend zum 2026 erschienenen Album Peaches! der Band erhält die Neuauflage ein aufwändiges Gehäuse mit samtartigem Shag-Flockbezug in Peach.
Unter dem flauschigen Gehäuse steckt eine analoge Schaltung, die sich eng an der historischen Vorlage orientiert. Zum Einsatz kommen unter anderem NOS-2N3565-Fairchild-Transistoren, Germanium-1N34A-Dioden, Kohleschichtwiderstände und hochwertige Folienkondensatoren. Damit soll das Pedal die charakteristische Sättigung des Vintage-Vorbilds einfangen und von vergleichsweise warmen Fuzz-Sounds bis zu aggressiven, obertonreichen Verzerrungen reichen.
Zur Klangregelung stehen Volume, Sustain und Mellow/Brit Fuzz bereit. Eine besondere Rolle spielt die erweiterte Octave-Schaltung: Der Octave-Up-Effekt kann entweder dauerhaft aktiviert oder im Momentary-Modus nur während des Betätigens des entsprechenden Schalters eingesetzt werden. Gerade für einzelne Solopassagen oder kurze klangliche Akzente eröffnet das zusätzliche Möglichkeiten.

Warm Audio Centavo Mod: Der Klon-Klassiker im kompakten Format
Mit dem Warm Audio Centavo Mod erhält das bekannte Centavo Overdrive-Pedal eine kompaktere Ausführung. Wie schon das größere Modell orientiert sich auch die Neuauflage am legendären Klon Centaur, der seit den 1990er-Jahren zu den begehrtesten Overdrive-Pedalen überhaupt gehört. Besonders geschätzt wird das ursprüngliche Pedal für seinen dynamischen, weitgehend transparenten Overdrive-Charakter und die Möglichkeit, bereits angezerrte Verstärker gezielt anzuschieben.

Um diesen Sound möglichst originalgetreu nachzubilden, setzt Warm Audio auf eine analoge Schaltung mit einem TL072-Operationsverstärker, Dioden im Vintage-Stil sowie Kohle- und Metallfilmwiderständen. Ein Spannungsregler mit Charge-Pump gehört ebenfalls zur Ausstattung. Über die drei Regler Gain, Treble und Output lässt sich das Pedal vom Clean-Boost bis zu kräftigeren Overdrive-Sounds einstellen.
Eine Besonderheit des Centavo Mod ist der rückseitige MOD-Schalter. Wird dieser aktiviert, erweitert sich die Tieftonwiedergabe, wodurch insbesondere die tiefen Saiten bzw. die tiefen Frequenzen voller klingen sollen. Hinzu kommen ein gebufferter Bypass und ein deutlich kompakteres Gehäuse in der charakteristischen Goldoptik mit dunkelroten Oxblood-Reglern, wie bereits bei der große Version. Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über eine 9-V-Batterie oder ein externes 9-V-Netzteil.

Warm Audio WA-C1 Mod: Analoger Chorus und Vibrato mit zusätzlichen Funktionen

Auch das Warm Audio WA-C1 Chorus Vibrato Mod greift ein bereits bekanntes Pedalkonzept des Herstellers auf und bringt dessen analoge Chorus- und Vibrato-Sounds in ein kleineres Gehäuse. Klanglich orientiert sich der Effekt an einem der bekanntesten analogen Chorus-Pedale der späten 1970er-Jahre und setzt dafür unter anderem auf eine hochwertige Reproduktion des MN3007-Bucket-Brigade-Chips.
Anders als bei vielen historischen Vorbildern stehen für Chorus und Vibrato jeweils separate Depth- und Rate-Regler zur Verfügung. Dadurch lassen sich die Intensität und Geschwindigkeit beider Modulationseffekte unabhängig voneinander einstellen. Die analoge Schaltung soll dabei den warmen Klang der ursprünglichen Geräte bewahren.
Interessant ist außerdem der integrierte analoge Preamp, der über einen eigenen Level-Regler verfügt. Über einen Vintage/Modern-Schalter lässt er sich bei Bedarf vollständig aus dem Signalweg nehmen.
Ein zusätzlicher Hi-Z-Schalter auf der Rückseite ermöglicht die Anpassung der Eingangsimpedanz an Gitarrensignale und soll insbesondere die Klarheit der Höhenwiedergabe verbessern.
Neben einer umschaltbaren Eingangsempfindlichkeit bietet das WA-C1 Mod zwei Ausgänge für den Stereo-Betrieb. Damit eignet sich das kompakte Chorus/Vibrato-Pedal auch für Setups mit zwei Verstärkern oder entsprechende Stereo-Signalketten.

Drei Vintage-Pedale für moderne Setups
Mit den drei Neuheiten erweitert Warm Audio sein Angebot um unterschiedliche Effektklassiker, die sich sowohl klanglich als auch funktional an den Bedürfnissen heutiger Gitarristinnen und Gitarristen orientieren. Während das Centavo Mod den bekannten Klon-inspirierten Overdrive-Sound in einem platzsparenderen Format bereitstellt, bietet das WA-C1 Mod analoge Chorus- und Vibrato-Effekte mit zusätzlichen Einstellmöglichkeiten. Das Peach Fuzz setzt hingegen auf den rauen Charakter eines klassischen Octave-Fuzz und erhält durch die Zusammenarbeit mit The Black Keys eine besondere optische und musikalische Note.
