Country-Legende Dolly Parton ist tot

Dolly Parton

„Jolene“, „I Will Always Love You“, „Here You Come Again“, „Nine to Five“ – die Liste an Mega-Hits, die Dolly Parton schrieb, ist lang. Nun ist die weltberühmte Country-Ikone, Schauspielerin und Unternehmerin im Alter von 80 Jahren gestorben.

Ihr Neffe Bryan Seaver übermittelte die traurige Nachricht am Dienstag in einem Video auf Instagram und YouTube: „Ich vertrete heute die Familien Parton und Owens und gebe den Tod meiner Tante Dolly Rebecca Parton Dean bekannt“. Dolly habe „im Licht gelebt“ und „die Türen für Generationen von Sängern, Songwritern, Musikerinnen und Träumern aus allen gesellschaftlichen Bereichen geöffnet“. Genauere Informationen zu den Umständen ihres Todes sind bislang nicht bekannt.

Vom Jungtalent zum Country-Star

Dolly Rebecca Parton wuchs als viertes von zwölf Kindern einer christlichen Familie in den Smokey Mountains in Tennessee auf und zeigte schon früh ihr musikalisches Talent. Bereits mit 13 schrieb sie ihren ersten Song „Puppy Love“, mit dem sie in der legendären Grand Ole Opry auftrat. Die Siebzigerjahre markierten den Höhepunkt ihrer Karriere, ihr Gespür für gelungenes Songwriting wurde eindrucksvoll unter Beweis gestellt: 1973 schrieb sie „Jolene“, Im Jahr 1974 folge der Hit „I Will Always Love You“, ein Song, der spätestens in seiner von Whitney Houston gesungenen Fassung für den Film „Bodyguard“ im Jahr 1992 zum absoluten Welthit avancierte.

Auch andere ihrer Hits wurden von zahlreichen namhaften Stars gecovert. Zu den Künstlern, die Dollys Liedgut zum Besten gaben, zählen Norah Jones, Sinéad O’Connor, Shania Twain und die Bluesgrass-Fiddlerin und 27-fache Grammy-Gewinnerin Alison Kraus.

Integrität stets an erster Stelle

Trotz all ihrer Erfolge gab sich die „Queen of Country Music“ stets bescheiden und blieb ihren Prinzipien treu. Als sie im Jahr 2022 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen werden sollte, lehnte sie zunächst ab: „Obwohl ich mich sehr geschmeichelt fühle, für die Rock and Roll Hall of Fame nominiert zu sein, denke ich nicht, dass ich es verdient habe“. Erst nachdem sie ihr Rock-Album „Rockstar“ im folgenden Jahr veröffentlichte und sich guten Gewissens als Rock-Künstlerin bezeichnen konnte, nahm sie die Ehre an.

Aufgrund ihrer zahlreichen philanthropischen Leistungen boten die US-Präsidenten Donald Trump und Joe Biden ihr zweimal die Presidential Medal of Freedom an. Das erste Angebot lehnte sie jedoch ab. Ihr Mann Carl Dean war zu diesem Zeitpunkt schwer erkrankt, weshalb sie eine Annahme des Preises als nicht richtig empfand. Das zweite Angebot der Biden-Administration lehnte sie ebenfalls ab, da sie sich Zeit ihres Lebens nie von der Politik vereinnahmen ließ und auf diesem Weg sowohl einem republikanischen als auch einem demokratischen Präsidenten eine Absage erteilen konnte. In diesem Sinne: Chapeau, Mrs. Parton!

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