Wie wir bereits am 15. Dezember 2025 berichteten, musste der deutsche Traditionshersteller von Saiteninstrumenten, ein paar Tage zuvor beim Amtsgericht Fürth, Insolvenz anmelden. Seither schwankten die Reaktionen vieler Fans und Nutzer:innen der Gitarren- und Bassmarke in den sozialen Medien zwischen Schock und Unverständnis. Selbst Paul McCartney meldete sich in einem Facebook-Beitrag zu Wort: „Höfner haben über mehr als 100 Jahre lang Instrumente gebaut, und ich habe meinen ersten Höfner-Bass in den Sechzigerjahren gekauft. Seitdem liebe ich ihn. Es ist ein wunderbares Instrument zum Spielen: leichtgewichtig, und es animiert mich dazu, sehr frei zu spielen. Außerdem bietet es angenehme Klangvariationen, die ich sehr schätze. Daher mein Mitgefühl für alle bei Höfner – und vielen Dank für all eure Unterstützung über all die Jahre.“
Nun gab es aus der Zentrale in Baiersdorf kurz vor Weihnachten vorläufige Entwarnung. Wie das „Team der Karl Höfner GmbH & Co. KG“ in seinen Social-Media-Kanälen bekanntgab, ist man weiterhin handlungsfähig und setze Produktion und Vertrieb fort: „In Deutschland gibt es eine dreimonatige Frist, bevor das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet wird. Diese Phase bietet die Möglichkeit, das Unternehmen zu stabilisieren und für eine bessere Zukunft neu aufzustellen“, heißt es in der Mitteilung. „In dieser Zeit werden wir weiterhin unsere Instrumente bauen und verkaufen, und das Höfner-Team setzt alles daran, euch den Support, den Service und die Garantieleistungen zu bieten, die ihr von uns erwartet.“
Als Gründe für die Schieflage gibt das Unternehmen an, sich „seit einiger Zeit in einer schwierigen Phase“ zu befinden, was insbesondere auf die Einführung der US-Zölle zurückzuführen sei. Wir hoffen das Beste für das Unternehmen und seine Belegschaft!
