Jackson stellt neue Wes Borland Signature King V vor
Mit der neuen Pro Series Signature Wes Borland King V widmet Jackson dem Limp-Bizkit-Gitarristen eines seiner wohl interessantesten Signature-Modelle der letzten Jahre. Die auffällige King-V-Gitarre orientiert sich dabei nicht nur optisch an Borlands unverwechselbarem Bühnenstil, sondern greift gleichzeitig eine der ungewöhnlichsten Gitarren-Geschichten der Nu-Metal-Ära auf: Denn das Instrument basiert ursprünglich auf einer fehlerhaften Lefty-King-V, die Wes Borland kurzerhand selbst zur Right-Hand-Gitarre umgebaut hatte. Nun greift Jackson sein umgebautes Left-Hand-Tour-Modell auf und veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Limp-Bizkit-Gitarristen ein offizielles Signature-Modell im Rahmen der Signature Pro Series.
Vom Factory-Reject zur Signature-Gitarre

Wes Borland gilt seit Jahrzehnten als einer der experimentierfreudigsten Gitarristen der modernen Rock- und Metal-Welt. Neben klassischen 6-Strings setzte der Limp-Bizkit-Gitarrist immer wieder auf ungewöhnliche Instrumente – darunter 4-String-Baritone-Gitarren oder eigens entwickelte Hybrid-Modelle zwischen Bass und Gitarre. Trotz verschiedener Kollaborationen blieb Jackson jedoch stets eine seiner wichtigsten Gitarrenmarken.
Besonders bekannt wurde dabei eine modifizierte King V mit ungewöhnlicher Entstehungsgeschichte. In einem älteren Interview erklärte Borland, dass sein damaliger Jackson-Artist-Rep ihm mehrere Gitarren mit Produktionsfehlern gezeigt habe. Darunter befand sich eine vermeintliche Reverse-Headstock-King-V, die sich beim Öffnen des Cases allerdings als Left-Hand-Modell herausstellte.
Anstatt die Gitarre zurückzugeben, entschied sich Borland dazu, das Instrument selbst umzubauen. Laut eigener Aussage versetzte er unter anderem die Side Dots, ersetzte den Sattel und spielte die eigentlich linkshändige King V fortan als Rechtshänder-Modell. Genau diese eigenwillige Ästhetik mit reduziertem Elektronik-Layout und Reverse Headstock spiegelt sich nun auch in der neuen Signature-Version wider.
Kompromisslose High-Gain-Ausstattung
Technisch setzt Jackson bei der Wes Borland Signature King V vollständig auf moderne Metal-Performance. Herzstück der Gitarre ist ein einzelner Seymour Duncan Invader SH8 Humbucker in der Bridge-Position. Der High-Output-Pickup gilt seit Jahren als feste Größe für aggressive Nu-Metal- und High-Gain-Sounds und liefert massive Bässe, starke Mittenpräsenz und eine enorm hohe Durchsetzungskraft.
Der durchgehende einteilige Ahornhals mit Graphitverstärkung soll zusätzlich für hohe Stabilität und langes Sustain sorgen. Hinzu kommen ein Ebenholzgriffbrett im 12“-16“ Compound Radius, 24 Jumbo-Bünde sowie Luminlay Side Dots für bessere Orientierung auf dunklen Bühnen.
Auch beim Hardware-Setup bleibt die King V kompromisslos: Die Floyd Rose 1500 Series Bridge ermöglicht extreme Dive Bombs und aggressive Vibrato-Effekte, während Jackson Locking Strap Buttons die E-Gitarre sicher in Position halten sollen. Die reduzierte Elektronik mit lediglich einem Volume-Regler folgt dabei vollständig Borlands minimalistischem Performance-Ansatz.
Signature-Modell mit Kultpotenzial
Mit der neuen Pro Series Signature Wes Borland King V verbindet Jackson moderne Metal-Features mit einer der ungewöhnlichsten Gitarren-Stories des Limp-Bizkit-Gitarristen. Gerade die Mischung aus Factory-Reject-Ursprung, Lefty-Umbau und einem satten High-Gain-Setup dürfte das Modell nicht nur für Limp-Bizkit-Fans, sondern auch für moderne Metal-Gitarristen aller Subgenres interessant machen.

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