Rock of Fame hat es nie bei einer Handvoll naheliegender Coverversionen belassen. Seit der Gründung im Jahr 2006 bewegt sich die süddeutsche Band durch mehrere Jahrzehnte Rockgeschichte – vom Hardrock der Siebziger und Achtziger bis zu jüngeren deutschsprachigen Titeln. Ins Leben gerufen wurde die Formation von Gitarrist Kalle Reger, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit vielen Jahren als Musiker aktiv war. 2026 feiert Rock of Fame nun das 20-jährige Bestehen.
Das Programm verrät, wie weit die Band ihren Begriff von Rock fasst. Queen, AC/DC, Metallica, Bon Jovi, Rainbow, Gotthard und die Scorpions bilden das harte Fundament, daneben stehen Songs von Toto, Tina Turner, Melissa Etheridge, In Extremo und den Ärzten. Auch die Neue Deutsche Welle gehört zum Repertoire. Mit „Music“ von John Miles nimmt sich Rock of Fame sogar eines Stücks an, das mit seinen orchestralen Passagen und dynamischen Wechseln deutlich mehr verlangt als drei Akkorde und einen aufgedrehten Verstärker. Gerade diese stilistische Spannweite ist über die Jahre zu einem Kennzeichen der Band geworden.

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Mehrere Endorsements
Auf der Bühne geht es Rock of Fame nicht allein um das möglichst stilsichere Nachspielen bekannter Songs. Gitarren, Bass, Schlagzeug und Keyboards treffen auf weiblichen und männlichen Gesang, dazu kommt ein eigens für das Programm entwickeltes Bühnenbild mit Videoprojektionen. Die visuelle Ebene gehört mithin fest zum Konzept. Rock of Fame verstehen sich nicht als Hintergrundband für einen beiläufigen Abend, sondern als Live-Act, der aus dem bekannten Material eine zusammenhängende Show formt. Dass dabei verschiedene Generationen im Publikum zusammenkommen, liegt schon in der Auswahl der Stücke begründet.
Besondere Aufmerksamkeit gilt immer Kalle Reger. Der Gitarrist aus dem mittelfränkischen Möhrendorf ist an mehreren CD-Produktionen beteiligt und hat mit „Rock Guitar Instrumentals“ zudem ein Soloalbum veröffentlicht. Seine Versionen von Gary Moores „Still Got The Blues“ und Joe Satrianis „Cryin’“ zeigen eine weitere Seite seines Spiels: satter Sound, melodische Linien und ein deutliches Gespür für die großen Gesten der Rockgitarre.
Reger ist darüber hinaus als Endorser mit Fame Guitars und den von Ronny Wolf handgefertigten Red Lady Guitars verbunden. Auch Pyramid Strings dokumentierte die Zusammenarbeit auf der Verpackung seiner schwarz beschichteten „Black Wires“. Solche Details erzählen nebenbei davon, dass Rock of Fame nicht aus einer kurzfristigen Partyidee entstand. Hinter der Band stehen Musiker, die sich seit Jahren mit ihrem Instrument, ihrem Sound und der Bühnendarstellung beschäftigen. Herzlichen Glückwunsch!
