Er war von Anfang an dabei: der britische Verstärkerpionier Lyndon Laney ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Bereits in den Sechzigerjahren fertigte der Gründer von Laney Amplification Gitarrenverstärker für zahlreiche ikonische Bands und Musiker, die den Sound seiner Amps zu ihrem Markenzeichen machten – allen voran Black Sabbath.
Urvater des Heavy-Metal-Sound
Als Musiker und begeisterter Elektrobastler fing Lyndon Laney in den Sechzigerjahren im Rahmen seiner Tätigkeit als Bassist für Band of Joy an, erste Verstärkerschaltkreise zu bauen. Das große Interesse an seinen Kreationen führte im Jahr 1967 zur Gründung seines eigenen Unternehmens Laney Amplification. Der Durchbruch gelang schließlich mit dem Laney LA100BL Verstärker, der von Tony Iommi auf Black Sabbaths gleichnamigen Debut-Album eingesetzt wurde und den Sound des Heavy Metal maßgeblich prägte. Weitere Erfolge folgten mit der im Stadtviertel Digbeth in Birmingham gefertigten KLIPP-Verstärkerserie. Zu den begeisterten Anhängern des Laney-Sounds zählen Größen wie Randy Rhoads, George Lynch und Ace Frehley von Kiss. Aber auch moderne Künstler wie Lari Basilio, YouTube-Bassist Charles Berthoud oder Fusion-Gitarrist Tom Quayle schwören auf Verstärker von Laney Amplification.
Über die reine Gitarrenverstärkerfertigung hinaus konnte sich Lyndon Laney mit HH Audio ebenfalls im Pro-Audio-Bereich etablieren. Zusätzlich gründete er mit der Headstock Distribution Group ein Vertriebsnetz, das namhafte Hersteller wie Ibanez, Tama, Zildjian und DiMarzio vertritt.
Mit Lyndon Laney verlässt also nicht nur ein prägender Pionier des Gitarrensounds, sondern auch ein Urgestein des Musikhandels, die Bühne. Dem offiziellen Statement von Laney zufolge wird sein Sohn James Laney das Unternehmen zukünftig weiterführen.
