Akustikgitarre für Fortgeschrittene: Wann lohnt sich das Upgrade?

Akustikgitarre für Fortgeschrittene kaufen

Die Akkorde gehen flüssig von der Hand, Barré-Griffe sitzen und du bist auch schon in der Lage, abwechslungsreiche Begleitungen auf der Gitarre zu spielen? Glückwunsch, dann gehörst du nun definitiv zu den Fortgeschrittenen. Doch mit wachsender Spielerfahrung ändern sich auch die Anforderungen an dein Instrument. Außerdem bist du bestimmt neugierig, was der Markt sonst zu bieten hat. Jetzt wird es Zeit für eine Akustikgitarre für Fortgeschrittene.

Was macht eigentlich eine Gitarre der nächsten Kategorie aus? Muss sie unbedingt teurer sein und welche Eigenschaften könnten nun interessant für dich werden? Wahrscheinlich kannst du mittlerweile genau benennen, was dir an deinem aktuellen Modell fehlt. In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche Features sich für das nächste Level lohnen.

Woran erkenne ich, dass es Zeit für eine Akustikgitarre für Fortgeschrittene ist?

Liegt der Fokus bei einer Einsteigergitarre in erster Linie auf Spielkomfort und einem einsteigerfreundlichen Preis, achtest du mit wachsender Erfahrung wahrscheinlich auf Details, die dir anfangs gar nicht bewusst waren.

Vielleicht wünschst du dir mehr Spielkomfort, einen transparenteren Klang oder möchtest die ersten Schritte auf der Bühne wagen und brauchst daher einen Tonabnehmer.

Wichtig ist also zu wissen, wo du genau hinmöchtest. Anhand dieser Kriterien solltest du die passende Gitarre für dich auswählen.

Akustikgitarre für Fortgeschrittene kaufen
Ab einem gewissen Spielniveau wird es Zeit für eine neue Akustikgitarre. (Bild: Santeri Viinamäki, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/)
Kopfplatte und Sattel
Die Sattelbreite ist ein wichtiges Kriterium für den Spielstil.

Spielgefühl: Wenn kleine Unterschiede wichtig werden

Verfügt deine jetzige Gitarre wahrscheinlich über Standardmaße wie eine 650 Millimeter lange Mensur, eine Sattelbreite von ca. 43 Millimetern bei Westerngitarren und 52 Millimetern bei Konzertgitarren sowie ein klassisches C-Halsprofil, könnte sich dies im Hinblick auf deinen Spielstil nun ändern.

Während du für eine schnelle Akkordbegleitung am besten auf einen möglichst schlanken Hals setzt, empfiehlt sich dir beim Fingerpicking ein breiterer Sattel. So hast du etwas mehr Platz zwischen den Saiten und kannst sauberer arbeiten. Konzertgitarren sind standardmäßig sowieso mit einem breiteren Sattel ausgestattet. Bei Westerngitarren liegt das Maximum hingegen bei 45 bis 46 Millimetern.

Bist du ein ambitionierter Solist, ist zudem ein Cutaway empfehlenswert. Entscheidend ist, dass die Gitarre zu deiner Technik passt.

Der Klang einer Akustikgitarre für Fortgeschrittene

Am Anfang soll eine Akustikgitarre einfach gut klingen. Mit zunehmender Erfahrung wird das Gehör jedoch feiner und die Vorstellungen werden konkreter. Möchtest du einen mächtigen Bassbereich? Oder lieber brillante Höhen? Oder suchst du einen ausgewogenen Klang, der jedes Tonspektrum deutlich zur Geltung bringt? Hier lohnt sich der Vergleich verschiedener Korpusformen. Diese haben nämlich deutlichen Einfluss auf den Klangcharakter einer Akustikgitarre.

Korpusformen Akustikgitarren
Gitarren-Korpusformen: Mini, Parlor, Grand Concert, Grand Auditorium, Dreadnought und Jumbo. (Bild: Mistermoab, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)

Singer-Songwriter und Bandmusiker, die eine durchsetzungsstarke Akkordbegleitung spielen, sind hervorragend mit einer Jumbo oder einer Dreadnought beraten. Kompaktere Modelle wie Grand Concert, Parlor oder Mini sind hingegen von Vorteil, wenn du ein direkteres Spielgefühl bevorzugst oder dir größere Gitarren einfach zu unhandlich sind. Ein perfekter Kompromiss ist eine Grand Auditorium, die durch ihre mittelgroße Bauform einen ausgewogenen Sound erzeugt und zudem sowohl beim Strumming als auch beim Picking gut in der Hand liegt. Ein echter Allrounder also.

Auch die Tonhölzer wirken sich auf den Klang einer Akustikgitarre aus.

Wann wird Massivholz interessant?

Wenn man sich mit höherwertigen Gitarren beschäftigt, stößt man relativ schnell auf den Begriff Massivholz. Preisgünstige Instrumente und Anfängergitarren sind häufig aus laminierten Tonhölzern gefertigt, während in höheren Preisklassen zunehmend massive Hölzer zum Einsatz kommen.

Besonders die Decke verdient Aufmerksamkeit, da sie das Herzstück der Klangproduktion ist. Praktischerweise gibt es zahlreiche erschwingliche teilmassive Akustikgitarren auf dem Markt, die dir ein professionelles Klangerlebnis zum noch moderaten Preis bieten.


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Hochpreisige Profigitarren sind meist mit einem vollmassiven Korpus ausgestattet. Ob sich dies für eine Akustikgitarre für Fortgeschrittene allerdings lohnt, müssen deine Ansprüche und dein Geldbeutel entscheiden. Fairerweise will aber gesagt sein, dass zahlreiche Hersteller vollmassive Gitarren auch zu einem verhältnismäßig geringen Preis anbieten. Dazu zählt beispielsweise die Epiphone Blues King Studio Dark Burst. Allerdings ist die Auswahl günstiger vollmassiver Gitarren eher gering.


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Muss eine Akustikgitarre für Fortgeschrittene teurer sein?

Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch, dass die Gitarre besser zu dir passt. Hier geht es eher um persönliche Präferenzen, die deinen Spielstil optimal unterstützen. Schau dir daher genau an, was du konkret erwartest. Ein teureres Modell bringt nämlich wenig, wenn es nicht zu deinem Stil passt.

Darüber hinaus solltest du eine Gitarre nicht ausschließlich anhand ihrer technischen Ausstattungsliste auswählen, denn auch ähnliche Instrumente können sich ganz unterschiedlich anfühlen und anhören. Nimm dir daher die Zeit und spiele mehrere Gitarren an, nutze unterschiedliche Techniken, spiele mit der Dynamik und fühl dich genau in das Instrument hinein.

Vielleicht suchst du mehr Spielkomfort, einen charakteristischeren Klang, hochwertigere Materialien oder eine zuverlässige Lösung für Live-Auftritte. Je genauer du deine Anforderungen kennst, desto leichter fällt die Entscheidung.

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