Platte der Woche: SAMANTHA FISH „Paper Doll Live“

„Ich wollte einfach festhalten, was wir Abend für Abend machen. Es ging nicht darum, etwas Neues zu schaffen. Es ging darum, etwas einzufangen, das über die Jahre eine so tiefe Verbindung zu den Menschen aufgebaut hat.“ Klar, ein Live-Album mit bereits in Studioversionen veröffentlichten Songs ist erst mal nichts Neues, aber für Samantha Fish durchaus. Denn mit ‚Paper Doll Live‘ veröffentlicht die 37-Jährige ihr erstes offizielles Livealbum. Und gerade vor dem Hintergrund, dass Fish sich ihre hervorragende Reputation vor allem auf der Bühne erarbeitet hat, ist diese Veröffentlichung mehr als überfällig. Aufgenommen wurde die Platte im historischen Bijou Theatre in Knoxville, Tennessee.

Der richtige Zeitpunkt

Samantha Fish (© Doug Hardesty)
Samantha Fish (© Doug Hardesty)

Fish gehört seit Jahren zu den prägendsten Gitarristinnen der modernen Blues- und Roots-Szene. Nach dem Erfolg ihres Grammy-nominierten Studioalbums „Paper Doll“ soll die neue Veröffentlichung nun zeigen, wie sich die Songs live weiterentwickeln. „Ganz ehrlich: Dieses Album ist für die Fans“, erklärt Fish. „Über die Jahre haben uns unzählige Leute danach gefragt. Die Songs von Paper Doll haben sich auf der Bühne so gut angefühlt, dass es genau der richtige Zeitpunkt schien, die Band und unsere Liveshow in den Mittelpunkt zu stellen.“ Begleitet wird sie von ihrer Tourband mit Ron Johnson am Bass, Jamie Douglass am Schlagzeug und Mickey Finn an den Keyboards. Darüber hinaus vervollständigen die drei Gospel-Veteraninnen der McCrary Sisters das Line-up. Deren Beitrag habe den Songs eine besondere emotionale Tiefe verliehen, so Fish: „Ihre Stimmen heben jeden Song auf ein neues Niveau.“

Auf dem Album finden sich Liveversionen von Stücken wie ‚Lose You‘, ‚Sweet Southern Sounds‘, ‚Paper Doll‘ und ‚Rusty Razor‘. Dazu kommt eine kraftvolle Interpretation des MC5-Klassikers ‚Kick Out The Jams‘. Gerade ‚Sweet Southern Sounds‘ bietet Fish viel Raum für ihre von den Mississippi-Hill-Country-Blues-Traditionen geprägte Gitarrenarbeit auf ihrer Gibson ES-335, während sich andere Songs weit über ihre Studiofassungen hinaus entfalten. Für Fish liegt genau darin der Reiz einer Konzertaufnahme: „In einer Liveperformance steckt ein Feuer, das sich auf Studioaufnahmen nicht immer übertragen lässt. Die Bühne legt all das schonungslos offen.“



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Tracklist

01. Kick Out The Jams
02. Paper Doll
03. Can Ya Handle The Heat?
04. I’m Done Runnin’
05. Lose You
06. Sweet Southern Sounds
07. Bulletproof
08. Miles To Go
09. Fortune Teller
10. Better Be Lonely
11. Dream Girl
12. Don’t Say It
13. Poor Black Mattie
14. Rusty Razor
15. Black Wind Howlin’

Album-VÖ: 12.06.2026
Label: Rounder Records
www.samanthafish.com

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