Banjo lernen – ein Leitfaden für Einsteiger

Ein weiter blauer Himmel, staubige Straßen, rasante Fingerläufe – kaum ein Instrument steht derart für den wilden Westen wie das Banjo. Doch wer denkt, das Instrument sei nur etwas für Bluegrass-Profis, liegt falsch. Gerade für Einsteiger bietet das Banjo nämlich einen überraschend einfachen Einstieg in die Welt der Saiteninstrumente. Mit seinem perkussiven Klang, klaren Strukturen und oft einfachen Akkordmustern lassen sich schon nach erstaunlich kurzer Zeit erste Songs begleiten.

Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die mit dem Gedanken spielen, Banjo zu lernen. Ganz gleich, ob du bereits von der Gitarre kommst oder gar keine Vorkenntnisse hast und bei null anfängst. Doch welches Banjo ist eigentlich das richtige für mich? Was brauche ich alles, um Banjo zu lernen? Und wo fange ich überhaupt an? Wir beantworten dir alle Fragen rund um das Thema Banjo, damit du direkt loslegen kannst!

Der erste Schritt – das richtige Banjo finden

Zunächst ist die wichtigste Frage, welches Banjo du eigentlich spielen möchtest. Im Grunde gibt es zwei grundlegende Bauformen, die in unterschiedlichen Stilrichtungen eingesetzt werden und verschiedene Spieltechniken erfordern.

Fünfsaitiges Banjo

Das Five-String Banjo ist ganz klar die meistverbreitete Bauform unter den Banjos. Es wird hauptsächlich mit sogenannten Fingerpicks gezupft und nimmt mit seinen rasant gespielten Pickings eine tragende Rolle in vielen ikonischen Country- und Bluegrass-Songs ein. Eine Besonderheit des 5-String Banjos ist, dass es neben seinen üblichen vier Saiten in voller Länge noch eine zusätzliche fünfte Saite besitzt. Diese sogenannte Drone-Saite ist etwas kürzer als die anderen und beginnt erst ab dem 5. Bund, dadurch kann sie höher gestimmt werden. In der Regel wird sie beim Spielen nicht gegriffen, sondern nur mit angeschlagen.

Das fünfsaitige Banjo ist das Richtige für dich, wenn du:

  • Auf Country-, Western- und Bluegrass-Musik stehst.
  • Schnelle Pickings lernen möchtest.
  • Das Banjo hauptsächlich als Soloinstrument spielen willst.

Viersaitiges Banjo

Ein weiterer Vertreter ist das viersaitige Banjo. Hier existieren wiederum zwei Ausführungen. Das klassische Four-String Banjo ist häufig in Dixieland-Orchestern zu hören, das sogenannte Tenor-Banjo verfügt hingegen über einen kürzeren Hals und ist in der Irish Folk Music vertreten. Beiden viersaitigen Ausführungen gemein ist jedoch, dass sie in der Regel mit einem herkömmlichen Gitarrenplektrum gespielt werden.

Viersaitige Banjos sind das Richtige für dich, wenn du:

  • Auf Dixieland Jazz oder Irish Folk stehst
  • Mit einem klassischen Gitarrenplektrum spielen möchtest
  • Das Augenmerk auf Akkordbelgeitung in Bands oder auf das Einzeltonspiel legst.

Banjo lernen – Spieltechniken

Plektrumspiel

Auf den viersaitigen Varianten werden Banjos in der Regel mit traditionellen Plektren gespielt. Die Spieltechnik ähnelt sehr der Art und Weise, wie Akustikgitarristen ihre Gitarren spielen. Das Plektrum wird mit Daumen und Zeigefinger gehalten und dient dazu, einzelne Saiten für Melodiepassagen anzuschlagen. Alternativ kann man auch sogenannte ‚Rhythm Chops‘ spielen, die eher begleitende Funktion haben und die Akkorden und den Rhythmus des Songs unterstreichen.

Clawhammer/Frailing

Das Clawhammer-Spiel – auch Frailing genannt – ist die traditionelle Spieltechnik der amerikanischen Old-Time Music und wird auf Five-String Banjos gespielt. Das besondere an der Technik ist, dass sie gleichzeitig gestrummte Akkorde und Melodiespiel miteinander verbindet und einen charakteristischen „Bum-Ditty Bum-Ditty“-Rhythmus ergibt. Ein Vorteil dieser Technik ist, dass man sie ohne Hilfsmittel wie Plektren oder Fingerpicks spielen kann.

Three-Finger „Scruggs Style“

Der Three-Finger-Style, nach seinem Erfinder auch „Scruggs-Style“ genannt, ist die berühmteste Methode, Banjo zu spielen und vor allem im Bluegrass sehr verbreitet. Sein Name geht auf den Bluegrass-Musiker Earl Scruggs zurück, der in den Vierzigerjahren mit seinem neuartigen Stil das Banjo-Spiel revolutionierte. Das ikonische Paradebeispiel dieses Stils ist der „Foggy Mountain Breakdown“, ein Song, der zum absoluten Standard-Repertoire der Bluegrass-Musik gehört. Im Scruggs-Style spielen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand kontinuierlich rasante Zupfmuster, die sich „Rolls“ nennen. Hierfür werden in der Regel Fingerpicks verwendet, die auf die Fingerkuppen gesteckt werden und aus Metall oder Kunststoff bestehen.

Beliebte Einsteigermodelle

J & D RBJ-180C 5-String Banjo

Den günstigsten Einstieg in die Welt der 5-Strings macht ganz klar das J & D RBJ-180C. Für unter 200 Euro erhältst du ein gut spielbares Instrument, das mit seinem Sapele-Resonator bei Bedarf auch ausreichend Lautstärke für den Bandkontext liefert. Besonders praktisch für Einsteiger sind die verwendeten Gitarrenmechaniken mit hohem Übersetzungsverhältnis. Damit lassen sich die Saiten sehr präzise stimmen.

J&D RBJ-180C 5-String Banjo
J&D RBJ-180C 5-String Banjo

Features

  • Korpus und Resonator aus Sapele
  • Remo-Fell
  • Sonokeling-Griffbrett
  • Geschlossene Mechaniken mit hohem Übersetzungsverhältnis


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J & D RBJ-18C Banjo 5-String

Epiphone MB-100 Banjo

Alternativ gibt es noch das fünfsaitige Epiphone MB-100 Banjo. Als Open-Back-Variante ohne Resonator ist es recht leicht und nicht ganz so laut, daher eignet es sich ideal zum Üben. Dennoch ist der Klang recht ordentlich, denn hier kommt ein echtes Markenfell von Remo auf einem Mahagonirahmen zum Einsatz. Nicht umsonst zählt das MB-100 bereits seit Jahren zu den absoluten Lieblingen der Einstiegsklasse.

Epiphone MB-100 Banjo
Epiphone MB-100 Open Back 5-String Banjo

Features

  • Open-Back-Ausführung
  • Mahagonihals
  • Remo-Fell
  • Palisandergriffbrett
  • Premium-Mechaniken


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Epiphone MB-100 Banjo

VGS Tenor Banjo

Für Fans irischer Folk-Musik bietet das VGS Tenor Banjo den perfekten Einstieg. Mit klangfreudigem Mahagoniresonator mit 33,5 cm Durchmesser und Remo Weatherking-Fell lässt sich das VGS Tenor Banjo problemlos im Bandgefüge einsetzen, eine flache Saitenlage erleichtert die Bespielbarkeit ungemein. Zusätzlich ist ein passendes Case für den Transport im Lieferumfang enthalten.

VGS Tenor Banjo
VGS Tenor Banjo

Features

  • Mahagonikorpus
  • Palisandergriffbrett mit Binding
  • Remo Weatherking-Fell
  • 19 Neusilber-Bünde
  • Inklusive Koffer


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VGS Banjo Tenor 4-String

Ortega OBJ350/6

Wer bereits Gitarre spielen kann und den Sound eines Banjos liebt, kann auch auf das Ortega OBJ350/6 umsteigen. Obwohl es wie ein klassisches Banjo aufgebaut ist, verfügt es über sechs Saiten, die im Standard-E-Tuning der Gitarre gestimmt sind. Somit lässt sich also das gesamte bereits bekannte Gitarrenrepertoire problemlos auf das Banjo übertragen. Da es sich hierbei um eine Mischung aus beiden Instrumenten handelt, werden sechssaitige Banjos allgemein hin auch gerne als „Banjitar“ oder „Ganjo“ bezeichnet.

Ortega OBJ350/6 6-String Banjo
Ortega OBJ350/6 6-String Banjo

Features

  • 6-String Banjo – ideal für Gitarristen
  • Mahagoniresonator
  • Ovangkol-Griffbrett
  • Schwarzes Remo-Fell
  • Inklusive Deluxe Banjo Bag


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Ortega OBJ350/6-SBK Satin Black

Banjo-Accessoires – das richtige Zubehör finden

Je nachdem, für welche Bauform und Spielart du dich entscheidest, wirst du wahrscheinlich noch das eine oder andere Zubehör benötigen, bevor du so richtig mit dem Banjo Spielen loslegen kannst.

Stimmgerät

Bis du dein Gehör ausreichend trainiert hast, damit du das Banjo ohne Hilfsmittel stimmen kannst, wird dir ein Stimmgerät gute Dienste leisten. Das Stimmgerät hilft dir, alle Saiten deines Banjos auf die richtige Tonhöhe zu bringen, denn nur ein gut gestimmtes Banjo kann auch gut klingen. Stimmgeräte für Banjos sind in zwei verschiedenen Bauformen erhältlich:

  • Handheld-Stimmgeräte
  • Clip-On Tuner

Handheld-Stimmgeräte

Fame FMT01 DL Stimmgerät
Fame FMT01 DL Stimmgerät

Handheld-Stimmgeräte sind sehr gebräuchlich und funktionieren über ein im Gerät integriertes Mikrofon. Sobald du einen Ton spielst, zeigt das Gerät entweder auf einem Display oder über eine farbige LED-Anzeige an, ob der gespielte Ton zu hoch, zu tief oder genau richtig ist. Zu den Vorteilen vieler Handheld-Stimmgeräte zählen nützliche Zusatzfunktionen wie ein Eingang für Instrumentenkabel für Instrumente mit Tonabnehmer, eine Metronom-Funktion zum Üben im Takt oder die Möglichkeit, Stimmtöne über einen integrierten Lautsprecher abspielen zu lassen. Ein Nachteil von Handheld-Stimmgeräten ist allerdings, dass die Umgebung ruhig genug sein muss, damit es die Töne deines Banjos sauber und präzise erkennen kann.

Clip-On Tuner

Music Store AT-300B Clip-On Tuner.
Günstig und effektiv: Music Store AT-300B Clip-On Tuner.

Eine praktische Alternative zum Handheld-Gerät sind sogenannte Clip-On Tuner. Sie werden ganz einfach wie eine Wäscheklammer an die Kopfplatte oder an den Resonator oder die Kopfplatte deines Banjos geklemmt und erkennen den gespielten Ton durch die Eigenresonanz des Instruments. Daher können sie auch in lauten Umgebungen problemlos zum Einsatz kommen. Allerdings bieten sie aufgrund ihrer kompakten Bauweise in der Regel nicht so viele Zusatzfunktionen wie Handheld-Geräte.


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Stimmgeräte

Plektren & Fingerpicks

Wenn du das Plektrenspiel oder den Three-Finger-Stil spielen möchtest, benötigst du selbstverständlich noch entsprechendes Zubehör in Form eines Plektrums oder sogenannter Fingerpicks.

Plektren

Wenn es um das Plektrenspiel geht, kannst du dich auf eine große Auswahl an Gitarrenplektren stürzen. Hier stehen zahlreiche Ausführungen, Formen, Farben und Stärken zur Wahl, wobei jeder Spieler im Laufe der Zeit seine individuelle Vorliebe entwickelt. Glücklicherweise sind solche Plektren nicht teuer und teilweise bereits für geringe Cent-Beträge zu haben. Daher lohnt es sich, verschiedene Modelle auszuprobieren, bis du deinen Favoriten findest. Wenn du gerne Melodien auf einzelnen Saiten spielst, kann ein Plektrum mit ausgeprägter Spitze von Vorteil sein. Wenn du gerne Akkorde strummst und einen gleichmäßigen Klang möchtest, solltest du am Anfang weiche Plektren mit dünner Stärke ausprobieren.

Fingerpicks

Auch bei den Fingerpicks gibt es einige Unterschiede. Zunächst einmal besteht ein vollständiger Satz für den Three-Finger-Style aus zwei Fingerpicks und einem Daumenpick. Bei den Fingerpicks zählen die Dunlop Brass Tubes zu den absoluten Klassikern. Alternativ ist vom selben Hersteller auch eine Kunststoffvariante erhältlich, falls du ihren Klang bevorzugst. Dazu gibt es noch die etwas spitzer ausgeführten Ernie Ball Fingerpicks aus Metall.

Dunlop Brass Fingerpick
Ernie Ball Fingerpick
Dunlop Kunststoff Fingerpick

Manche Spieler kombinieren gerne Metall-Fingerpicks mit einem Daumenpick aus Kunststoff, da der Daumen in der Regel etwas kräftiger anschlägt. So lassen sich Lautstärkeunterschiede gut ausgleichen. Hier ist ebenfalls Dunlop der Platzhirsch und bietet verschiedene Materialien und Härtegrade. Je nach Handhaltung kannst du auch auf die Dunlop Zookies zurückgreifen, die unterschiedlich angewinkelte Anschlagflächen für jede Spielart bieten.

Je nach Größe und Umfang deiner Fingerkuppen werden Fingerpicks in unterschiedlichen Größen angeboten, wobei M und L die meistverbreiteten sind. Gerade die Metallvarianten lassen sich oft noch etwas zurechtbiegen und anpassen, damit sie perfekt auf deine Fingerkuppen passen.


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Plektren & Fingerpicks

Erste Akkorde & Griffe

Sobald du dein Instrument gefunden hast, kannst du endlich loslegen! Aber womit eigentlich genau? Bevor man sich auf die ersten ganzen Songs stürzt ist es nie verkehrt, sich mit grundlegenden Griffen vertraut zu machen. Hier siehst du Griffbilder zu den meistbenutzten Akkorden der einzelnen Banjo-Varianten:

5-String Banjo

(Open) G-Dur

Der einfachste Akkord auf dem fünfsaitigen Banjo ist der G-Akkord. Kein Wunder, immerhin ist das Five-String Banjo bereits auf einen G-Akkord gestimmt. Wenn du keinen Ton greifst und einfach alle fünf Saiten spielst, erhältst du also einen G-Dur-Akkord.

G-Dur auf 5-String Banjo

E-Moll

Der nächste grundlegende Akkord ist der E-Moll, der nur zwei gegriffene Töne benötigt. Hierfür greifst du einfach mit Mittel- und Ringfinger auf der ersten und letzten Saite im zweiten Bund (die kurze Drone-Saite nicht mitgezählt).

E-Moll auf 5-String Banjo

C-Dur

Der C-Dur-Akkord benötigt bereits drei gegriffene Töne. Den Akkord kannst du erreichen, indem du zunächst in den E-Moll-Akkord mit Mittel- und Ringfinger gehst und dann zusätzlich den Zeigefinger im ersten Bund auf der vorletzten Saite greifst.

C-Dur auf 5-String Banjo

Tenorbanjo (Stimmung CGDA)

A-Moll

Einer der einfachsten Akkordgriffe auf dem Tenorbanjo in Standardstimmung (C-G-D-A) ist der A-Moll-Akkord. Er wird mit zwei Fingern im zweiten Bund auf den beiden mittleren Saiten gegriffen.

A-Moll-Akkord auf dem 4-String Banjo

C-Dur

Der C-Dur lässt sich ebenfalls mit nur zwei Fingern greifen und wird häufig verwendet. Der Zeigefinger greift die zweithöchste Saite im zweiten Bund, der Mittelfinger kommt im 3. Bund auf der höchsten Saite zum Einsatz. Alternativ kannst du die beiden gegriffenen Töne auch mit dem Mittel- und Ringfinger greifen, damit du schneller in andere Akkorde wie z. B. den A-Moll wechseln kannst.

C-Dur-Akkord auf dem 4-String Banjo

 

Erste Songs

Ab hier solltest mehr als bereit sein, um mit deinen ersten Songs loslegen zu können! Wir haben euch für die einzelnen Instrumente eine kleine Auswahl klassischer Stücke zusammengestellt, die zum grundlegenden Repertoire des Folk, Country und Bluegrass zählen und mit einiger Übung bereits ohne größere Vorkenntnisse umsetzbar sein sollten.

Banjo Rolls – die Essentials für Fingerpicker

Eine der wichtigsten Fähigkeiten auf dem 5-String Banjo, die dich vom Einstieg bis hin zum virtuosen Profi-Niveau begleiten wird, ist das Spiel bestimmter Zupfmuster, die man auch Rolls nennt. Die meisten Banjo-Songs greifen nämlich auf eines oder mehrere der drei grundlegenden Rolls zurück: den Forward Roll (Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger), den Backward Roll (Mittelfinger, Zeigefinger, Daumen) und den Alternate Roll (Daumen, Zeigefinger, Daumen, Ringfinger).

Cripple Creek

Sobald du dich mit den ersten Rolls vertraut gemacht hast, kannst du dich an den ersten Bluegrass-Klassiker wagen: Cripple Creek. Der traditionelle Folk Song aus den Appalachen ist ein Paradebeispiel für den Forward Roll und für den Alternate Roll. Diese sollten also bereits gut geübt sein, wenn du Cripple Creek effektiv lernen möchtest.

Old Joe Clark

Ebenfalls unter Einsteigern beliebt ist der Song Old Joe Clark. Er greift auf ähnliche Patterns zurück wie Cripple Creek, setzt also auch die Kenntnis der Basic Rolls voraus. Wie bei nahezu allen Folk Traditionals existieren zahlreiche verschiedene Spielweisen des Songs, die meisten nutzen jedoch einen Kapodaster im zweiten Bund, um die Griffe für die linke Hand zu vereinfachen.

 

4-String/Tenorbanjo

Rocky Road to Dublin

Wenn du dich auf das Einzelsaitenspiel mit dem Plektrum auf dem Tenorbanjo konzentrieren möchtest, sind Irish Jigs und Reels die perfekte Gelegenheit für die ersten Songs. Ein berühmter Standard, den jeder Irish Folk Musiker kennen sollte, ist der Song Rocky Road to Dublin. Hier lernst du das sogenannte Alternate Picking, also den abwechselnden Anschlag mit dem Plektrum aus beiden Richtungen.

 

Banjo lernen – Tipps & Tricks

Zum Abschluss sind hier noch ein paar zusätzliche Tipps, die dir beim Banjo Spielen helfen können:

  • Banjo zu laut? – Um Krach mit den Nachbarn effektiv zu vermeiden, kannst du dein Banjo mit einfachen Hilfsmitteln leiser machen. Falls dein Banjo einen Resonator besitzt, kannst du diesen mithilfe der vier großen Schrauben abschrauben. Zusätzlich ist ein beliebter Trick unter Banjospielern, ein Handtuch oder ein altes T-Shirt vorsichtig zwischen Fell und den sogenannten „Dowel Stick“ (Metallstange, die vom Halsfuß zum hinteren Ende des Banjos führt) zu klemmen. Das dämpft die Resonanz des Fells und sollte dein Banjo leise genug machen.
  • Störgeräusche beim Picking? – Gerade am Anfang können Fingerpicks aus Metall unschöne Nebengeräusche beim Spielen verursachen. Das passiert, wenn die Fingerpicks auf die ebenfalls aus Metall bestehenden Saiten treffen. Obwohl man die Nebengeräusche nie ganz beseitigt bekommt, kann es helfen, die Anschlagfläche der Picks ein wenig nach hinten zu biegen. Alternativ kann auch ein Wechsel auf Kunststoff-Picks Abhilfe schaffen.
  • Übe langsam! – wie auf jedem Instrument gilt: übe deine Techniken am Anfang langsam und sorgfältig. Gerade am Banjo ist es sehr verlockend, die ersten Rolls und Pickings zu schnell  spielen zu wollen. Dabei hilft es deiner Technik gerade in den ersten Stunden ungemein, wenn du dir Zeit lässt und gründlich übst, bevor du die Geschwindigkeit anziehst.
  • Besorge dir einen Banjo-Gurt – Ebenfalls ein guter Tipp für einen schnellen Fortschritt ist es, sich früh einen Banjo-Gurt zuzulegen. Dieser sorgt dafür, dass du jedes Mal beim Üben eine gleichbleibende Spielposition einnehmen kannst. Das erleichtert das Erlernen von Spieltechniken ungemein.

 

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