Als 1991 die erste Single von Lenny Kravitz’ zweitem Album ‚Mama Said‘ erschien, war schnell klar, dass ‚Always On The Run‘ sich zu einem Retro-Rock-Klassiker entwickeln würde. Noch bevor gegen Ende desselben Jahres die Red Hot Chili Peppers mit ‚Blood Sugar Sex Magik‘ einen ähnlichen Mix aus trockenen Groovegitarren und rockigem Funk in die Welt brachten, hatten Lenny Kravitz und Slash (als sein Co-Writer bei diesem Song) eine ähnliche Idee. Und so wurde der Track mit seinem treibenden Groove, dem markanten Gitarrenriff und der Mischung aus Hard Rock, Funk und Soul zu einem der bekanntesten Stücke in Kravitz’ Katalog. Bis heute zählt das Lied zu den festen Bestandteilen seiner Live-Shows.
Die Zusammenarbeit mit dem Guns-N‘-Roses-Gitarristen Slash, der nicht nur das prägnante Solo beisteuerte, sondern auch mit Kravitz zusammen das zentrale Riff entwickelte, entstand eher zufällig während einer nächtlichen Jam-Session. Der Legende nach wartete Slash im Studio auf Kravitz, spielte vor sich hin und kam dabei auf die Grundstruktur des Riffs. So wurde aus dieser spontanen Begegnung einer der markantesten Gitarrenparts der frühen Neunziger.
Das Riff
Für Gitarristen ist ‚Always On The Run‘ ein Lehrstück in Sachen Groove, Timing und Riffgestaltung. In den Noten sind die in der Aufnahme nach links und rechts verteilten Rhythmusgitarren transkribiert. Sowohl Slash als auch Kravitz spielten damals Gibson Les Pauls. Der Song startet mit der oberen Notenzeile, die untere setzt nach zwei Durchgängen ein und ergänzt das Hauptriff hervorragend, sowohl rhythmisch als auch tonal.


