Fame M5 AeroCharge im Test: Wireless-System für E-Gitarre mit Ladecase und Powerbank-Funktion

Test: Fame M5 AeroCharge Wireless System – Praktisches Funksystem mit Ladecase und Powerbank-Funktion

Kabellose Funksysteme für E-Gitarre und E-Bass sind längst keine kostspielige Bühnenlösung mehr. Gerade im Proberaum, im Studio oder beim Üben zu Hause bieten sie einen enormen Komfortgewinn, da das klassische Gitarrenkabel entfällt und sich Musikerinnen und Musiker freier bewegen können. In den letzten Jahren hat sich zudem die Technologie deutlich weiterentwickelt: Moderne digitale Funksysteme bieten heute eine stabile Übertragung, geringe Latenzen und eine Klangqualität, die sich so gut wie gar nicht von einer Kabelverbindung unterscheidet.

Mit dem M5 AeroCharge Wireless System präsentiert Fame ein kompaktes Plug-and-Play-Funksystem, das sich nicht nur durch eine zuverlässige Übertragung im 5,8-GHz-Band auszeichnet, sondern auch mit einem Feature aufwartet: einem Ladecase, das gleichzeitig als Aufbewahrungsstation und Powerbank fungiert. Doch wie schlägt sich das System praktisch im Alltag?

Features und Funktionen des M5 AeroCharge Wireless System

Kompaktes Plug-and-Play-Design

Fame M5 AeroCharge Wireless System mit Ladecase von vorne.
Fame M5 AeroCharge Wireless System

Das M5 AeroCharge besteht aus einem Sender und einem Empfänger, die direkt in Instrument und Verstärker gesteckt werden. Die Bauform orientiert sich dabei an klassischen Wireless-Stecksystemen und bleibt angenehm kompakt. Dadurch eignet sich das System sowohl für E-Gitarre als auch für E-Bass oder andere Line-Instrumente.

Die Einrichtung gestaltet sich denkbar einfach. Sender und Empfänger müssen lediglich einmal miteinander gekoppelt werden. Nach dem Einschalten verbindet sich das System anschließend automatisch, sodass es beim nächsten Einsatz sofort spielbereit ist.

Sollte es in Umgebungen mit vielen Funkquellen zu Störungen kommen, lässt sich über die integrierte PAIR-Taste schnell ein anderer Kanal auswählen. Insgesamt stehen sechs Funkkanäle zur Verfügung, wodurch auch mehrere Systeme parallel betrieben werden können.

Gerade im Alltag zeigt sich, wie praktisch diese unkomplizierte Plug-and-Play-Lösung ist. Anstatt Kabel zu entwirren oder auf die richtige Länge zu achten, genügt es, Sender und Empfänger einzustecken – und schon kann es losgehen.

Die wichtigsten Features im Überblick:

  • Digitales Wireless-System für E-Gitarre, E-Bass und andere Line-Instrumente
  • 5,8-GHz Funkübertragung für stabile und störungsarme Verbindung
  • 24-bit / 48-kHz Audioübertragung
  • Extrem niedrige Latenz von unter 4,6 ms
  • Reichweite von bis zu 30 Meter im Freifeld
  • Sechs Funkkanäle für parallelen Betrieb mehrerer Systeme
  • PAIR-Taste zum schnellen Kanalwechsel bei Funkstörungen
  • Ein Sender kann mit mehreren Empfängern gekoppelt werden
  • LED-Anzeigen für Kanalwahl und Akkustatus
  • Ladecase mit 2000 mAh Akku zum Aufladen von Sender und Empfänger
  • Zusätzliche Powerbank-Funktion dank USB-C-Ausgang (5 V / 1 A) für externe Endgeräte (Smartphone, Tablet, etc.)
  • Frequenzgang 20 Hz – 20 kHz
  • Signal-Rausch-Abstand >109 dB
  • USB-Ladekabel und Ladestation im Lieferumfang enthalten

Zuverlässige Übertragung im 5,8-GHz-Band

Technisch arbeitet das M5 AeroCharge im 5,8-GHz-Frequenzband, das im Vergleich zu klassischen 2,4-GHz-Systemen oft weniger stark ausgelastet ist. Gerade in Umgebungen mit vielen WLAN-Netzen oder anderen Funksignalen kann das ein Vorteil sein.

Im Praxiseinsatz zeigte sich die Übertragung als sehr zuverlässig. Egal ob an klassischen Röhrenverstärkern oder an modernen digitalen Modelern – das Signal blieb stabil und frei von hörbaren Aussetzern. Auch die angegebene Reichweite von bis zu 30 Metern im Freifeld ist für typische Einsatzbereiche mehr als ausreichend. Auch kürzere Distanzen mit Hindernissen – etwa Türen oder Wände – hielten das Signal bis zu einem gewissen Grad zuverlässig aufrecht.


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Fame M5 AeroCharge Wireless System

Keine spürbare Latenz

Besonders wichtig bei digitalen Funksystemen ist die Latenz. Das M5 AeroCharge arbeitet mit einer Latenz von unter 4,6 Millisekunden, was in der Praxis praktisch nicht wahrnehmbar ist. Während des Tests ließ sich kein spürbarer Unterschied zwischen einer Kabelverbindung und dem Wireless-System feststellen.

Das Spielgefühl bleibt direkt und natürlich, sodass auch schnelle Riffs oder präzise Rhythmusparts problemlos umgesetzt werden können. Tatsächlich fielen bei bestimmten Amp-Modelern Latenzen auf, die jedoch nicht primär mit dem Funksystem zusammenhingen. Nach einem Abgleich mit einem echten Klinkenkabel fiel auf, dass verschiedene Modeling-Amps selbst leicht spürbare Latenzen hatten.

Auch klanglich hinterlässt das System einen guten Eindruck. Die Audioübertragung erfolgt mit 24 Bit und 48 kHz, wodurch ein weiter Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz abgedeckt wird. Das Ergebnis ist ein transparenter Sound, der sowohl Clean-Sounds als auch verzerrte Gitarrensignale detailreich überträgt.

Das Ladecase als praktischer Alltagshelfer

Das eigentliche Highlight des Systems ist jedoch das mitgelieferte Ladecase. Während viele Wireless-Systeme lediglich mit einem USB-Ladekabel ausgeliefert werden, fungiert die Station des M5 AeroCharge gleichzeitig als Lade- und Aufbewahrungseinheit.

Fame M5 AeroCharge Wireless System von hinten.
Dank des USB-C-Ausgangs am Ladecase des M5 lassen sich Endgeräte wie Smartphones oder Tablets ebenso laden.

Gerade im Musikeralltag erweist sich das als äußerst praktisch. Sender und Empfänger haben einen festen Platz im Case, wodurch die Gefahr deutlich sinkt, einzelne Komponenten zu verlieren oder zu verlegen.

Statt mehrere kleine Geräte in verschiedenen Taschen aufzubewahren, bleibt alles kompakt an einem Ort beziehungsweise in einer Aufbewahrungseinheit.

Darüber hinaus verfügt das Case über einen integrierten 2000-mAh-Akku, mit dem Sender und Empfänger unterwegs aufgeladen werden können.

Besonders praktisch ist dabei, dass sich das Case selbst auch während des Einsatzes der Funkstrecke laden lässt. So bleibt das System auch bei längeren Sessions jederzeit einsatzbereit.

Ein zusätzlicher Bonus ist die Powerbank-Funktion. Über einen USB-C-Ausgang lassen sich externe Geräte wie Smartphones oder Tablets mit Strom versorgen. Gerade bei längeren Proben, Recording-Sessions oder auf der Bühne kann das durchaus hilfreich sein, etwa wenn ein Tablet für Noten, Playbacks oder andere Einsatzzwecke genutzt wird.

Praxistest im Alltag

Im mehrwöchigen Einsatz zeigte sich schnell, dass das M5 AeroCharge zu einem sehr unkomplizierten Begleiter im Musikeralltag werden kann. Besonders bei spontanen Übungssessions oder beim schnellen Einspielen von Ideen macht sich der Komfort eines kabellosen Systems bemerkbar.

Da das System sofort einsatzbereit ist, entfällt das lästige Anschließen und Verstauen von Kabeln. Gerade beim Üben mit Playbacks oder beim Arbeiten an neuen Songideen ist das ein spürbarer Vorteil.

Auch beim Recording erwies sich das System als zuverlässig. Die stabile Übertragung und die geringe Latenz sorgen dafür, dass sich das M5 AeroCharge problemlos in bestehende Setups integrieren lässt. Ob Röhrenamp oder digitales Modeling-System – das Signal bleibt konsistent und störungsfrei.

Wie schlägt sich das M5 in funkreichen Umgebungen?

Während des Tests zeigte sich jedoch auch, dass Funksysteme grundsätzlich nie völlig immun gegen Störungen sind. In einigen Situationen kam es vereinzelt zu kurzen Signalstörungen, insbesondere dann, wenn sich ein weiteres Funksystem in unmittelbarer Nähe befand. Solche Fälle traten zwar nur selten auf und konnten meist durch einen schnellen Kanalwechsel über die PAIR-Taste behoben werden, zeigen aber, dass Funkübertragung grundsätzlich immer von der jeweiligen Umgebung abhängig ist.

Gerade im professionellen Recording-Kontext würde ich daher weiterhin eher auf eine klassische Kabelverbindung oder auf höherpreisige Funklösungen setzen, wie sie häufig in größeren Live-Racksystemen eingesetzt werden.

Diese arbeiten mit aufwendigeren Antennensystemen und mehreren Empfangseinheiten, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Störungen nochmals deutlich reduziert wird. Bei kompakten Plug-and-Play-Systemen wie dem M5 AeroCharge bleibt hingegen immer eine gewisse Restabhängigkeit von der Funkumgebung bestehen.

Für welche Zwecke ist das M5 Wireless System sinnvoll?

Für den Großteil der alltäglichen Einsatzbereiche relativiert sich dieser Punkt jedoch schnell. Im Proberaum, beim Üben zu Hause oder beim spontanen Festhalten von Ideen im Homestudio erwies sich das System als äußerst praktisch.

Gerade im Proberaum macht sich die zusätzliche Bewegungsfreiheit schnell bemerkbar, da man sich deutlich freier im Raum bewegen kann, ohne ständig auf ein Gitarrenkabel achten zu müssen. Auch im Homestudio nutze ich das System inzwischen häufig beim Üben von Songs oder beim schnellen Ausprobieren neuer Riffs und Ideen, da es sofort einsatzbereit ist und den Workflow deutlich unkomplizierter macht.

Fazit: Praktischer Begleiter für kabellose Jam-Sessions

Mit dem Fame M5 AeroCharge Wireless System erhält man ein sehr komfortables Funksystem, das besonders im Alltag durch seine einfache Handhabung überzeugt. Die Kombination aus Plug-and-Play-Bedienung, stabiler 5,8-GHz-Funkübertragung und sehr geringer Latenz sorgt dafür, dass sich das System im praktischen Einsatz wie eine klassische Kabelverbindung anfühlt. Auch klanglich gibt es dank 24-Bit-/48-kHz-Übertragung kaum Anlass zur Kritik – Clean- wie auch High-Gain-Sounds werden in voller Klangqualität übertragen.

Ein echtes Highlight des M5 AeroCharge ist das mitgelieferte Ladecase, das gleichzeitig als Aufbewahrungsstation und Powerbank fungiert. Gerade im Musikeralltag erweist sich das als äußerst praktisch, da Sender und Empfänger immer an einem festen Ort aufbewahrt und gleichzeitig geladen werden können. Das reduziert die Gefahr, einzelne Komponenten zu verlegen, und sorgt dafür, dass das System jederzeit einsatzbereit bleibt.

Natürlich ersetzt ein kompaktes Plug-and-Play-System wie das M5 AeroCharge kein professionelles Funkrack für große Bühnenproduktionen oder kritische Recording-Situationen. In Umgebungen mit vielen Funksignalen können gelegentlich Störungen auftreten, was bei Funktechnik grundsätzlich nie vollständig auszuschließen ist. Für die meisten realistischen Einsatzbereiche fällt dieser Punkt jedoch kaum ins Gewicht.

Besonders interessant ist das System für Einsteiger, Hobbygitarristen und Bands im Proberaum, die erstmals auf ein Wireless-System umsteigen möchten. Auch für das Üben zu Hause oder im Homestudio erweist sich das M5 AeroCharge als äußerst komfortabel, da spontane Sessions oder das Einspielen von Ideen deutlich schneller und unkomplizierter möglich sind. Wer also eine praktische und bezahlbare Funklösung sucht, die im Alltag zuverlässig funktioniert und gleichzeitig mit cleveren Zusatzfunktionen wie dem Ladecase überzeugt, findet im Fame M5 AeroCharge ein rundes Gesamtpaket.

Pro

  • Sehr einfache Plug-and-Play-Bedienung mit schneller Kopplung von Sender und Empfänger
  • Stabile 5,8-GHz-Funkübertragung mit geringer Latenz und überzeugender Klangqualität
  • Praktisches Ladecase dient gleichzeitig als Aufbewahrungsstation und Powerbank
  • Hohe Alltagstauglichkeit für Üben, Proberaum und spontane Recording-Sessions

Contra

  • Gelegentliche Störungen möglich, wenn andere Funksysteme in unmittelbarer Nähe genutzt werden
  • Für kritische Studio-Recordings oder große Bühnenproduktionen sind professionelle Funkracks weiterhin die zuverlässigere Lösung

 


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Fame M5 AeroCharge Wireless System

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