Positive Grid erweitert seine Spark-Serie um ein neues Format: Mit dem Spark PEDAL wandert die bekannte Amp- und Effektplattform des Herstellers in ein kompaktes Bodenpedal. Statt eines Combos mit integriertem Lautsprecher konzentriert sich das neue Modell vollständig auf Amp Modeling, Effekte und eben auf eine kompakte Einbindung in unterschiedliche Setups. Damit lässt es sich beispielsweise direkt an eine PA anschließen, zum Recording verwenden oder flexibel in ein bestehendes Gitarren-Rig integrieren.
Laut Positive Grid unterstützt das Spark PEDAL ebenso Akustikgitarre und E-Bass und bietet Zugriff auf die aus dem Spark-Ökosystem bekannten Verstärker und Effekte. Insgesamt stehen 33 Amp-Modelle und 43 Effekte bereit. Über die Spark App kommt außerdem der Zugriff auf mehr als 150.000 User-Sounds in der ToneCloud hinzu.
Amp Modeling und Effekte ohne Display
Bei der Bedienung verzichtet Positive Grid auf ein Display und setzt stattdessen auf fünf Drehregler und drei Fußschalter. Keine Sorge, über die Spark App lassen sich natürlich tiefgreifendere Einstellungen bearbeiten, dazu aber später mehr! Dabei besitzen die Regler abhängig vom gewählten Modus unterschiedliche Funktionen, die sich innerhalb zweier Modi einordnen. Im Amp-Modus dient der mittlere Regler zur Auswahl des Verstärkermodells, während die übrigen Regler Gain, Bass, Mitten und Höhen übernehmen.
Ein Druck auf den mittleren Regler wechselt in den FX-Modus. Anschließend stehen über dieselben Bedienelemente die Effektkategorien Drive, Modulation, Delay und Reverb zur Verfügung. Der jeweilige Effektanteil lässt sich ebenfalls direkt am Gerät einstellen. Farbige LEDs rund um die Bedienelemente geben dabei Rückmeldung über den aktuellen Betriebszustand.
Eigene Sounds lassen sich in sechs Presets innerhalb von zwei Bänken ablegen und anschließend über die Fußschalter aufrufen. Die LEDs zeigen neben dem ausgewählten Preset auch den aktuellen Modus, den Looper-Status und den Batteriestand an. Ein integriertes Stimmgerät gehört ebenfalls zur Ausstattung.
60-Sekunden-Looper direkt an Bord
Neben Amp Modeling und Effekten hat Positive Grid dem Spark PEDAL einen eigenen Looper spendiert. Dieser bietet eine Aufnahmezeit von 60 Sekunden pro Layer und ermöglicht neben Record und Play auch Overdubs sowie Undo- und Clear-Funktionen.
Die Bedienung erfolgt über die drei Fußschalter, sodass für die grundlegenden Looper-Funktionen nicht auf die App zurückgegriffen werden muss.
Damit lässt sich das Pedal nicht nur zum Abrufen fertiger Gitarrensounds verwenden. Der Looper kann beispielsweise zum Üben, zum Festhalten kurzer Ideen oder für das Übereinanderschichten mehrerer Gitarrenparts eingesetzt werden.

Spark App, ToneCloud und Spark AI

Für tiefergehende Einstellungen lässt sich das Spark PEDAL mit der Spark App verbinden. Dort stehen die komplette Auswahl der Amp- und Effektmodelle sowie die ToneCloud zur Verfügung.
Darüber hinaus unterstützt das Pedal Spark AI, mit dem sich auf Basis von Texteingaben passende Sounds per Prompt erstellen lassen. Auch die Auto-Chords-Funktion der Spark-Plattform ist Bestandteil der App-Anbindung.
Damit verfolgt Positive Grid beim Spark PEDAL einen ähnlichen Ansatz wie bei den bisherigen Spark-Verstärkern: Die wichtigsten Funktionen bleiben direkt an der Hardware erreichbar, während die App den Zugriff auf die umfangreicheren Einstellungen und zusätzlichen Smart-Funktionen übernimmt.
Direkt in die PA, zum Amp oder ins Audio-Interface?
Anschlussseitig ist das Spark PEDAL für verschiedene Einsatzbereiche ausgelegt. Neben einem 6,3-mm-Instrumenteneingang befinden sich auf der Rückseite zwei 6,3-mm-Line-Ausgänge für den Stereo-Betrieb beziehungsweise einen Mono-Ausgang. Damit kann das Pedal beispielsweise direkt mit einer PA oder einer Aktivbox verbunden werden.

Auch der Einsatz mit einem herkömmlichen Gitarrenverstärker ist vorgesehen. Hierfür lässt sich die Cabinet-Simulation deaktivieren, sodass das Spark PEDAL auch in ein vorhandenes Amp-Setup mit bereits verfügbarer Endstufe eingebunden werden kann. Einen integrierten Kopfhörerausgang gibt es ebenfalls, wodurch sich das Gerät unabhängig von einem Verstärker zum lautlosen Üben verwenden lässt.
Darüber hinaus stehen sowohl ein TRS-Expression-Anschluss sowie MIDI In und Out im 3,5-mm-Format zum Umschalten von Presets oder zur Synchronisation mit anderen MIDI-fähigen Geräten bereit. Die USB-C-Schnittstelle dient zum Laden und für Firmware-Updates. Gleichzeitig ermöglicht sie die Verbindung mit einem Computer und die Nutzung des Spark PEDAL als USB-Audio-Interface.
Kompaktes Spark-Rig für unterwegs
Damit zielt Positive Grid offensichtlich nicht nur auf einen weiteren eigenständigen Modeling-Verstärker, sondern auch auf die Integration in vorhandene Pedalboards oder bestehende Setups. Wer lediglich eine kompakte Lösung zum lautlosen Üben sucht, wird ebenso auf seine Kosten kommen.
Unterm Strich überträgt Positive Grid damit einen großen Teil des bekannten Spark-Konzepts auf ein reines Bodenpedal: Amp Modeling, Effekte, App-Anbindung und ToneCloud werden um Preset-Fußsteuerung, Looper, MIDI und flexible Ausgänge ergänzt. Dadurch kann das Spark PEDAL sowohl als kompaktes Standalone-Rig vor einer PA oder Aktivbox als auch als Bestandteil eines größeren Setups eingesetzt werden.



