Crazy Tube Circuits Orama: Orange-Spirit & Boutique-Fuzz in einem Pedal
Mit dem neuen Orama präsentiert Crazy Tube Circuits ein Effektpedal, das gleich zwei ikonische Schaltungen miteinander verbindet: zum einen trägt das Pedal den rauen Charakter klassischer Orange-/Matamp-Verstärker der späten 60er und frühen 70er Jahren, zum anderen schlummert ein cremiger Fuzz-Spirit nach Vorbild des Frantone Peachfuzz in diesem Bodentreter.
Das Ergebnis ist ein vielseitiges Dual-Pedal, das sowohl klassische Rock-Spieler als auch Stoner- und Doom-Gitarristen ansprechen soll und trotzdem genügend Flexibilität für moderne Setups bietet.
Wer also gerne den legendären Sound der Vintage-Orange-Bollide auf seinem Pedalboard haben möchte und obendrein noch ein einzigartiges Boutique-Fuzz sucht, der wird im Orama einen neuen Liebling finden!
Amp-in-a-Box: Orange OR120 DNA mit 34 Volt Headroom
Die linke Seite des Orama bildet die klangliche Essenz eines Orange OR120 nach, dessen massiver Headroom, saftige Tiefmitten und offen-brachiale Gainstruktur stilprägend wurden. Realisiert über eine JFET-Schaltung mit intern auf 34 Volt erhöhter Betriebsspannung, liefert diese Sektion ein bemerkenswert ampähnliches Spielgefühl des orangenen Klassikers. Die Regler decken ein breites Form-Spektrum ab:
Gain regelt den Zerrgrad von fast clean bis gesättigt
F.A.T. beeinflusst die Tiefmitten und den Body des Tons
Hz und kHz erlauben gezielte Eingriffe in Bass- und Höhenanteile
H.F.D. fügt zusätzliche Obertöne, Präsenz und Durchsetzungskraft hinzu
Master kontrolliert die Gesamtlautstärke und kann als Boost dienen
Damit lässt sich der charakteristische OR120-Charme präzise formen. Von warmem Classic-Rock-Crunch bis hin zu brachialem High-Gain-Sounds mit viel Headroom ist hiermit alles möglich.
Crazy Tube Circuit Orama mit zwei unabhängigen Effektsektionen: Orange OR120 Amp-in-a-Box (links) und Fuzz-Sektion (rechts).
Fuzz-Sektion: Boutique-Vintage trifft moderne Kontrolle
Die rechte Seite des Pedals basiert auf dem Frantone Peachfuzz, einem kultigen Boutique-Fuzz der frühen Handbuilt-Szene. Crazy Tube Circuits hat den Charakter des Originals rekreiert, jedoch für mehr Artikulation, Spielgefühl und Flexibilität optimiert.
Der Fuzz-Regler steuert den Grad der Sättigung, während Tone die Klangfarbe formt und den Höhenanteil bei Bedarf reduzieren kann. Über RAW und BURN lassen sich unterschiedliche Voicings abrufen: RAW für tightes Vintage-Fuzz mit weniger Gain, BURN für hohe Sättigung, verlängertes Sustain und mächtige Bassanteile. Diese Sektion deckt damit ein breites Spektrum ab, womit sowohl subtile Fuzz-Texturen bis hin zu massiven Stoner-Wänden erreicht werden können.
Routing-Freiheit dank passivem FX-Loop
Die stirnseitigen Anschlüsse ermöglichen nicht nur eine unkomplizierte EInbindung beider Effektsektionen in jedes Pedalboard.
Eine Besonderheit des Orama ist der passive serielle FX-Loop, der zwischen beiden Sektionen sitzt. Gitarristinnen und Gitarristen können so entscheiden, ob Fuzz in den Amp läuft, der Amp ins Fuzz, oder ob externe Effekte – etwa ein Phaser, Delay oder EQ – zwischen beide Bereiche geschaltet werden sollen.
Ebenso lässt sich die linke Seite, also die OR120-Sektion, auch wunderbar als Preamp benutzen. Beide Sektionen funktionieren außerdem völlig unabhängig, was das Pedal äußerst flexibel im Live- und Studioeinsatz macht.
Praktisches Gehäuse-Design
Wie von Crazy Tube Circuits gewohnt, kommt das Pedal im robusten Burnt-Orange-Druckgussgehäuse mit klar strukturierter Beschriftung: schwarz für die Fuzz-Seite, weiß für die Amp-Seite. Es bietet clickless True Bypass über hochwertige Relais, zwei Fußschalter mit Status-LEDs und eine stromsparende 9V-DC-Versorgung bei nur 82 mA. Die obenliegenden Anschlüsse erleichtern zudem die Pedalboard-Integration.
Fazit zum Crazy Tube Circuits Orama
Das Crazy Tube Circuits Orama ist mehr als ein Fuzz mit Amp-in-a-Box – es ist ein durchdachtes Klangwerkzeug, das authentische Vintage-Ästhetik mit moderner Funktionalität kombiniert. Orange-inspirierte Wucht, dynamischer Boutique-Fuzz, flexible Voicings und ein FX-Loop machen es zu einem außergewöhnlich vielseitigen Pedal für Gitarristen, die sowohl klassische als auch schwere, druckvolle Sounds abdecken wollen.
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