PRS stellt mit der neuen Tekton-Serie gleich vier E-Gitarren-Modelle vor, die voll und ganz auf moderne Spieltechniken ausgelegt sind. Die Modellfamilie umfasst die Tekton mit Hardtail-Bridge, die Tekton T mit 2-Punkt-Tremolo, die Tekton Floyd mit Floyd-Rose-System und die siebensaitige Tekton SVN.
Allen gemeinsam sind eine neu entwickelte Korpusform, ein schlanker Ahornhals, ein Ebenholzgriffbrett mit 24 Edelstahlbünden und speziell entwickelte PRS Stylus Humbucker. Auch optisch geht PRS mit auffälligen deckenden Finishes und gemaserten Mangoholzdecken teilweise neue Wege für ihre Serienmodelle.
PRS Tekton: Vier Varianten für jeden Geschmack
Mit der Tekton-Serie erweitert PRS sein Sortiment um eine eigenständige Modellfamilie, die gezielt auf die Anforderungen moderner Gitarristen zugeschnitten wurde. Laut Hersteller entstand das Konzept aus dem Wunsch vieler Spieler nach dünneren Hälsen, längeren Mensuren, flacheren Griffbrettern und Tonabnehmern, die sowohl mit klassischen Röhrenverstärkern als auch mit digitalen Modeling-Systemen funktionieren.

Für die neue Korpusform kombinierte PRS gestalterische Elemente der Vela und der klassischen Custom-Modelle. Das Ergebnis ist ein vergleichsweise schlanker Body mit ausgeprägten Konturen, einer ergonomischen Rückseite und einem großzügig ausgeschnittenen unteren Cutaway für einen besseren Zugang zu den hohen Bünden.
Auch bei der Halskonstruktion hat PRS einige Änderungen vorgenommen. Die geschraubten Ahornhälse besitzen ein neues Modern-D-Profil und gehören laut Hersteller zu den dünnsten Hälsen, die PRS bislang in der regulären Serienfertigung eingesetzt hat. Zusätzliche Verstärkungsstäbe aus Hormigo-Holz sollen die Stabilität erhöhen. Hinzu kommen 24 Jumbo-Edelstahlbünde, ein flacher 16″-Griffbrettradius, Offset-Dot-Inlays und seitliche Luminlay-Markierungen, die auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut erkennbar bleiben.
Neu sind außerdem die PRS Stylus Humbucker mit Alnico-5-Magneten. Bei ihrer Entwicklung stand eine klare Tontrennung auch bei stärkerer Verzerrung im Mittelpunkt. Die Pickups sollen gegenüber vielen anderen PRS-Humbuckern einen gleichmäßigeren Frequenzgang bieten, ohne vollständig neutral abgestimmt zu sein. Damit richtet sich die Serie auch an Gitarristen, die mit Amp-Modelern und digitalen Effektprozessoren arbeiten.
Alle vier Modelle verfügen über eine HH-Bestückung mit 3-Wege-Blade-Switch sowie Volume- und Push/Pull-Tone-Regler zum Splitten der Humbucker.
Hardtail & T
PRS Tekton: Sechssaiter mit Hardtail-Bridge
Den Einstieg in die neue Modellfamilie bildet die PRS Tekton mit feststehender Brücke. Sie kombiniert einen Mahagonikorpus mit einer gemaserten Decke aus Mangoholz und einem flachen Violin-Carve. Die Konstruktion erhält dadurch eine eigenständige Optik, während die vertrauten PRS-Konturen weiterhin erkennbar bleiben.

Der geschraubte Ahornhals besitzt das neue Modern-D-Profil und trägt ein Ebenholzgriffbrett mit 24 Jumbo-Edelstahlbünden. Die 25,5″-Mensur fällt etwas länger aus als bei vielen klassischen PRS-Modellen. Zusammen mit dem 16″-Griffbrettradius ist die Gitarre besonders für alle interessant, die eine flachere Griffbrettoberfläche und eine direkte Ansprache bevorzugen.
Für die Tonabnahme sorgen zwei PRS Stylus Humbucker, die sich über den Push/Pull-Tone-Regler auch im Single-Coil-Modus betreiben lassen. Die feststehende PRS Hardtail-Bridge besitzt einzeln einstellbare Saitenreiter und eine String-through-Body-Konstruktion. Hinzu kommen PRS Phase III Locking-Mechaniken und Hardware im Farbton Smoked Black.
Die PRS Tekton erscheint in sechs Finishes: Slate Blue, Imperial Topaz, Black Tourmaline, Violet Tourmaline, Bloodstone Red und Fuchsia Aura.

PRS Tekton T: Zwei-Punkt-Tremolo für zusätzliche Spielmöglichkeiten
Die PRS Tekton T übernimmt die grundlegende Konstruktion des Hardtail-Modells, unterscheidet sich aber durch ihr Tremolosystem. Statt einer festen Brücke kommt ein PRS Two-Point Tremolo mit Stahlgrundplatte und Messing-Saitenreitern zum Einsatz. Das System lässt sich auch schwebend einstellen und ermöglicht damit Tonhöhenänderungen in beide Richtungen.

Ansonsten bleibt die Ausstattung weitgehend identisch. Ein Mahagonikorpus mit gemaserter Mangoholzdecke trifft auf einen geschraubten Ahornhals mit Modern-D-Profil, 25,5″-Mensur und Ebenholzgriffbrett. Auch hier gehören 24 Jumbo-Edelstahlbünde, ein 16″-Griffbrettradius und seitliche Luminlay-Markierungen zur Serienausstattung.
Die beiden PRS Stylus Humbucker lassen sich über einen 3-Wege-Schalter anwählen und mittels Push/Pull-Tone-Regler splitten. Für die Stimmmechanik verwendet PRS ebenfalls die hauseigenen Phase III Locking-Tuner.
Damit bietet die Tekton T dieselben grundlegenden Klangmöglichkeiten wie die Hardtail-Version, ergänzt das Konzept aber um ein klassisches Tremolosystem.
Bei den Farben stehen ebenfalls Slate Blue, Imperial Topaz, Black Tourmaline, Violet Tourmaline, Bloodstone Red und Fuchsia Aura zur Auswahl.

Floyd & SVN
PRS Tekton Floyd: Floyd Rose 1000 und auffällige Finishes
Mit der PRS Tekton Floyd richtet sich die neue Serie besonders an Gitarristen, die ein Double-Locking-Tremolo für ausgeprägte Vibratoeffekte, Divebombs und andere Spieltechniken verwenden möchten.

Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Modellen setzt PRS hier auf einen Erlekorpus ohne Mangoholzdecke. Die neu entwickelte Korpusform mit ihren ergonomischen Konturen bleibt erhalten. Auch der geschraubte Ahornhals mit Modern-D-Profil, das Ebenholzgriffbrett mit 24 Edelstahlbünden und die 25,5″-Mensur gehören weiterhin zur Ausstattung.
Die wichtigste Besonderheit ist das Floyd Rose 1000 Series Tremolo mit einem an den 16″-Griffbrettradius angepassten Saitenverlauf. Anders als bei den übrigen Sechssaitern kommen hier PRS Phase III Mechaniken ohne Locking-Funktion zum Einsatz, da die Saiten bereits am Klemmsattel fixiert werden.
Bei den Tonabnehmern bleibt PRS den beiden Stylus Humbuckern treu. Auch die Elektronik mit 3-Wege-Blade-Switch und Push/Pull-Coil-Split entspricht den übrigen Modellen.
Optisch setzt sich die Tekton Floyd durch eine eigenständige Farbauswahl ab. Angeboten werden Pearl Black, Purple Royale, Multi-Metal Flake, Hot Pink, Neon Green und White Holoflake. Besonders die kräftigen Neonfarben und Flake-Lackierungen unterstreichen die moderne Ausrichtung dieser Variante.

PRS Tekton SVN: Siebensaiter mit 26,5″-Mensur
Die vierte Variante ist die PRS Tekton SVN, mit der PRS die neue Modellfamilie um eine siebensaitige E-Gitarre erweitert. Laut Hersteller handelt es sich dabei um die erste siebensaitige Gitarre im regulären amerikanischen PRS-Seriensortiment.

Im Mittelpunkt steht die verlängerte 26,5″-Mensur, die insbesondere bei tiefen Stimmungen für eine höhere Saitenspannung und eine definiertere Ansprache sorgen soll. Damit richtet sich die Tekton SVN unter anderem an Gitarristen, die mit erweiterten Tonumfängen, tiefen Riffs und komplexeren Akkordvoicings arbeiten.
Wie die reguläre Tekton besitzt auch die SVN einen Mahagonikorpus mit gemaserter Mangoholzdecke. Der geschraubte Ahornhals erhält ein an die siebensaitige Konstruktion angepasstes Modern-D-SVN-Profil. Auf dem Ebenholzgriffbrett sitzen 24 Jumbo-Edelstahlbünde, ergänzt durch einen 16″-Radius, Offset-Dot-Inlays und seitliche Luminlay-Markierungen.
Für die Tonabnahme wurden die PRS Stylus SVN Humbucker entwickelt, die speziell auf den erweiterten Frequenzbereich des Siebensaiters abgestimmt sind. Die Steuerung erfolgt auch hier über einen 3-Wege-Blade-Switch, einen Volume-Regler und einen Push/Pull-Tone-Regler zum Splitten der Tonabnehmer.
Die Saiten laufen über eine siebensaitige PRS Hardtail-Bridge mit String-through-Body-Konstruktion. Dazu kommen PRS Phase III Locking-Mechaniken. Ab Werk wird die Gitarre mit einem Saitensatz in den Stärken .010–.059 und einer tiefen H-Saite ausgeliefert.
Auch die Tekton SVN ist in Slate Blue, Imperial Topaz, Black Tourmaline, Violet Tourmaline, Bloodstone Red und Fuchsia Aura erhältlich.

Vier Modelle, ein neues Konzept
Mit der Tekton-Serie erweitert PRS sein Angebot um vier Gitarren, die sich in erster Linie durch ihre Brückenkonstruktion und die Anzahl der Saiten unterscheiden. Die Hardtail-Tekton setzt auf eine möglichst unkomplizierte Ausstattung, während die Tekton T ein klassisches Tremolosystem ergänzt. Die Tekton Floyd bietet mit ihrem Double-Locking-Tremolo zusätzliche Möglichkeiten für ausdrucksstarkes Vibratospiel, und die siebensaitige Tekton SVN deckt mit ihrer längeren Mensur auch tiefere Tonlagen ab.
Die gemeinsame Basis aus schlanken Hälsen, Edelstahlbünden, flachen Griffbrettern und den neuen Stylus-Pickups zeigt dabei, welche Richtung PRS mit der Modellfamilie einschlägt. Statt bestehende Modelle lediglich mit einzelnen modernen Ausstattungsmerkmalen zu versehen, hat PRS eine neue Plattform entwickelt, die sich gezielt an technisch orientierte Gitarristen richtet.
Alle vier Varianten werden mit einem PRS Premium Gigbag ausgeliefert und sind in jeweils sechs Farbvarianten erhältlich.