Nachdem Anfang des Jahres ein großes Jimi Hendrix 60th Anniversary Half Stack Bundle auf den Markt kam, erweitert Marshall seine Hendrix-Anniversary-Kollektion um eine deutlich kompaktere Variante. Das neue Studio Vintage SV20HJMH Hendrix Edition Topteil und das passende vertikale Studio Vintage SV212JMH Hendrix Edition Cabinet greifen das bereits bekannte psychedelische Black-&-Purple-Design der Anniversary-Serie auf, setzen technisch diesmal jedoch auf Marshalls zähmbare Studio-Vintage-Plattform.

Im Vergleich zum 100-Watt-Stack-Bundle bietet die Studio-Vintage-Version nun eine Ausgangsleistung von 20 Watt sowie die Möglichkeit zur Leistungsreduktion auf 5 Watt, während FX-Loop und DI-Out die modernen Vorzüge des SV20H mitbringen.
Limited Hendrix Edition: Vom 100-Watt-Plexi zum kompakten 20 Watt Studio Head
Bereits Anfang des Jahres feierte Marshall die mittlerweile 60 Jahre zurückreichende Verbindung mit Jimi Hendrix mit einem ziemlich schicken Jubiläums-Stack. Das limitierte Jimi Hendrix 60th Anniversary Half Stack setzt sich aus einem handverdrahteten 1959HWJMH mit 100 Watt Leistung, einer 1960AHWJMH 4×12″-Box mit vier Celestion G12H 30 und einem exklusiv zum Set gehörenden Dunlop JMH-1 Fuzz Face zusammen.
Das komplette Setup wurde ausschließlich als Bundle angeboten und trägt ein eigens für die Anniversary-Serie entwickeltes psychedelisches Design in Schwarz und Lila.
Statt den großen 100-Watt-Plexi noch einmal aufzulegen, dient diesmal die Studio Vintage Serie als technische Grundlage. Damit bleibt die grundsätzliche Ausrichtung am klassischen Marshall-Sound erhalten, allerdings in deutlich kompakterer Form und mit moderneren Features. Zudem sollen Topteil und Cabinet separat erhältlich sein. Marshall selbst beschreibt die Neuauflage ausdrücklich als limitiertes, von Jimis Vermächtnis inspiriertes Design, das in Zusammenarbeit mit der Hendrix-Familie entstand.

Features: 20 oder 5 Watt, DI-Out & FX-Loop
Das JMH Studio Head basiert auf dem SV20H und bringt entsprechend 20 Watt Röhrenleistung mit, die sich bei Bedarf auf 5 Watt reduzieren lässt. Der Amp übernimmt dabei das traditionelle Plexi-Bedienkonzept mit zwei brückbaren Kanälen und insgesamt vier Instrumenteneingängen für High und Low Sensitivity. Volume I und Volume II bestimmen die Pegel der beiden Kanäle, während Treble, Middle, Bass und Presence für die gemeinsame Klangregelung zuständig sind.
Auch bei der Röhrenbestückung bleibt Marshall dem bekannten Studio Vintage treu: Zwei ECC83-Vorstufenröhren sowie eine weitere ECC83 als Phase Splitter arbeiten mit zwei EL34 in der Endstufe zusammen. Auf der Rückseite stehen darüber hinaus ein DI Out und ein schaltbarer serieller Effektweg mit Send und Return zur Verfügung, was deutlich mehr Möglichkeiten in Sachen Recording und Live-Einbindung von Effektpedalen bietet. Fünf Lautsprecheranschlüsse ermöglichen Kombinationen mit 4, 8 oder 16 Ohm. Das Konzept entspricht damit weitgehend dem regulären SV20H, dessen Schaltung wiederum auf dem berühmten 1959SLP basiert.

Mit 500 x 240 x 230 mm und 9,25 kg fällt das neue Topteil erheblich handlicher aus als der große Anniversary-Plexi. Optisch bleibt die Verwandtschaft dagegen unübersehbar: Schwarzes Tolex und violette Farbakzente greifen das psychedelische Black-&-Purple-Artwork der Hendrix-Kollektion erneut auf.
Passend zum Head erscheint außerdem ein vertikales JMH Studio 212 Cabinet. Mit 530 x 750 x 310 mm und einem Gewicht von 23,85 kg übernimmt die Box die kompakten Abmessungen der SV212-Studio-Vintage-Ausführung und trägt das Hendrix-Artwork großflächig auf der Frontbespannung.
Hendrix-Sound in etwas vernünftigeren Dimensionen
Damit bekommt die Hendrix Anniversary Collection einen interessanten Gegenpol zum bisherigen Half Stack. Der zu Jahresbeginn vorgestellte 1959HWJMH bleibt mit 100 Watt, vier EL34, handverdrahtetem 4×12″-Cabinet und vier Celestion G12H 30 die historisch orientierte Vollausstattung, die gemeinsam mit dem ausschließlich im Bundle erhältlichen JMH-1 Fuzz Face ausgeliefert wird.
Die neue Studio-Vintage-Hendrix-Version transportiert die gleiche optische Idee dagegen in eine Größenordnung, die sich wesentlich leichter auf der Bühne, im Proberaum oder im Studio unterbringen lässt. Einen zahmen Übungsverstärker sollte man aufgrund der 20 beziehungsweise 5 Watt allerdings nicht erwarten: Schon der reguläre SV20H verfolgt das Ziel, Charakter und Spielgefühl des großen 1959SLP in ein kleineres Vollröhrenformat zu übertragen.

